Google und die Werbung
17.April 2008
Google wurde einmal entwickelt, um den Informationswert von Seiten im Hinblick auf den jeweiligen Suchbegriff objektiv beurteilen zu können. Wenn man nach Architekt und einer Stadt sucht, dann sollen Informationen kommen, die den User auch wirklich interessieren. Spam sollte sich durch gegenseitige Bewertung ausmerzen. Das Verfahren ist im Wissenschaftsbetrieb bekannt, ein eingereichtes Paper wird von Wissenschaftlern des gleichen Fachbereiches bewertet. Entweder veröffentlicht die Zeitschrift dann die Abhandlung, oder sie wird verworfen. Damit sollte im Printbereich ein gewisser Schutz vor Schmarrn erreicht sein. Energiegewinnung aus dem Nichts hat keine Chance, veröffentlicht zu werden. Mit dieser Taktik hat sich Google einen honorigen Namen aufgebaut, diesen versucht Google seit einiger Zeit in Geld umzuwandeln. Nicht nur, seit dem sehr erfolgreichen Börsengang. Ruft man Google auf und stellt diesem modernen Orakel des Internets eines Frage, so spuckt es zweigeteilte Antworten aus. Auf der linken Seite sind die Standard Rechercheergebnisse aufgeführt, auf der rechten Seite die Sponsored Links. In wie weit die Hits auf der linken Seite der Suchergebnisse wirklich objektiv sind, sei dahingestellt. Auf der rechten Seite spielt Cash eine Rolle. Sensitiv versucht Google den Menschen die Wünsche von den Fingern abzulesen. Als Anbieter eine Ware kann man in einer Versteigerung Begriffe kaufen. Für jeden Klick gibt’s Geld an Google. Worte sind Geld wert, je mehr die Worte mit Geld zu tun haben, desto teurer werden sie. Aktienoptionen in Köln müssen vom Auftraggeber mehr entlohnt werden als Pfefferminz in Düsseldorf. Nicht Google bestimmt den Preis, das erledigt die Community. Aber Google ist wie eine Bank, Google gewinnt an dieser Stelle immer.
Artikel gespeichert unter: Suchmaschinen
Ihr Kommentar
Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Trackback diesen Artikel | Kommentare als RSS Feed abonnieren