Datenschützer kritisieren Google Analytics

10.Juli 2008

Google wird wieder einmal von Beobachtern und Datenschützern scharf kritisiert. Die Vorgehensweise, dass Google Cookies auf dem Rechner abspeichert und diese Informationen mit anderen aus anderen Google Diensten kombiniert, lässt die Datenschützer aufhorchen. So sei es mögliche Nutzerprofile zu erstellen, die dann für eine gezielte Werbung eingesetzt werden können.Hauptkritiker dieses Mal sind der Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit sowie das unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein. Beide legen Unternehmen für den Fall, dass diese Google Analytics verwenden, diesen Service nicht weiter in Anspruch zu nehmen. Die Vorteile von Google Analytics liegen offen auf der Hand: es ist für jedermann gratis und frei zugänglich und darüber hinaus ist es zugegebener maßen wirklich ein gutes Analyseinstrument. Klar dürfte aber auch sein, dass im Leben nichts umsonst ist und auch Google seinen Vorteil aus diesem Tool schlagen wird und versuchen wird, daraus früher oder später Kapital zu machen.

Großen Unternehmen dürfte es nicht all zu schwer fallen auf Google Analytics zu verzichten und statt dessen andere Statistik Programme einzusetzen, die dann auch etwas kosten. Kleine Firmen und vor allem private Webmaster dürften damit allerdings so ihre Schwierigkeiten haben, da ihnen oft das nötige Kleingeld fehlt. Vor allem für diese Zielgruppe ist Google Analytics fast unumgänglich, wenn man eine statistische Auswertung seiner Seite haben möchte, denn – wie schon erwähnt – ist das Tool kostenlos, liefert zuverlässige Daten und erspart eine Menge Arbeit.

Google Analytics oder Google im Generellen ist nicht das einzige Unternehmen, das in der Lage ist, Nutzerprofile zu erstellen. Generell kann man sagen, dass viele gratis Funktionen im Internet auf diesem Grundprinzip basieren, dass man einen gratis Dienst erhält und als Gegenleistung seine Daten hergibt.

Man kann sich also aussuchen, was einem lieber ist. Entweder, dass man seine Daten hergibt und dafür ein gratis Tool besitzt, das auch noch gut funktioniert, oder dass man seine Daten lieber für sich behält und für das gleiche Tool teilweise tief in die Tasche greifen muss. Beide Positionen sind nachvollziehbar und haben ihre Berechtigung. Schlussendlich liegt es bei jedem selbst, was er bevorzugt. Das Problem ist nur, dass viele User oft nicht wissen, dass sie durch in Anspruchnahme eines kostenlosen Tools ihre Daten hergeben.

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