Tipps: Landing Page und Conversion Rate Optimierung geschickt vereint

16.November 2011

Der Landing Page kommt beim Online Marketing eine besondere Bedeutung bei, denn nicht immer wird ein User auf der Startseite eines Internet Auftritts landen. Viel häufiger wird es der Fall sein, dass er über ein Suchergebnis – sei es bezahlt oder organisch – oder durch das Anklicken eines Werbemittels auf einer Unterseite landet, eben der Landing Page. Der Erfolg im Internet hängt somit zu einem Großteil von der Gestaltung und der Performance der Landing Pages ab. Sie sind der erste Berührungspunkt mit dem User und auch der Ort, wo der User entscheidet, ob er das gefunden hat, wonach er gesucht hat, oder seine Suche besser woanders fortsetzt.

Nun gibt es viele Tipps, wie die Landing Page optimiert werden kann. Das Problem in diesem Zusammenhang ist, dass sich diese Tipps häufig auf die Suchmaschinenoptimierung oder das Suchmaschinenmarketing beziehen. Warum? Nun ja, im Hinblick auf SEO ist es wichtig, dass auch der Suchmaschinen Algorithmus mit den dort präsentierten Inhalten zufrieden ist, ansonsten wird es mit einer guten Platzierung schwierig. In Bezug auf SEM funktioniert das Ganze ähnlich, denn hier muss versucht werden, über die Optimierung der Landing Page den Qualitätsfaktor zu verbessern. Dieser ist nämlich an der Entscheidung beteiligt, auf welcher Position die Anzeigen gelistet werden und welcher Preis für den Klick an die Suchmaschine entrichtet werden muss.

Das Problem bei vielen Tipps rund um die Landing Page Optimierung ist eben die Tatsache, dass sie nur eine Seite der Medaille betrachten, nämlich die Suchmaschinenfreundlichkeit – in welchem Sinn auch immer. Die beste Performance nützt allerdings nur wenig, wenn der Webseiten Besucher im Anschluss daran mit der Landing Page nicht viel anfangen kann, denn er ist es (und nicht die Suchmaschine), welcher eine gewünschte Aktion ausführt. Kurzum kann unter einer einseitigen Landing Page Optimierung die Conversion Rate leiden, da sich der User auf den Seiten einfach nicht wiederfinden kann.

Aufgrund dieser Gegebenheiten ist es wichtig, dass die Landing Page und Conversion Rate Optimierung miteinander vereint werden, damit sowohl die Suchmaschinen als auch die potentiellen Kunden zufriedengestellt werden können. Im Folgenden sollen deshalb vier zentrale Tipps vorgestellt werden, wie die Landing Pages optimiert werden können und gleichzeitig auch etwas für die Conversion Rate Optimierung gemacht werden kann.

1. Landing Page kurz und bündig halten
Es mag im ersten Moment wie ein Widerspruch klingen, aber bei der Landing Page sollten die Inhalte so kurz wie möglich gehalten werden. Wichtig ist es, dem Kunden nur die Inhalte zu präsentieren, die ihn auch wirklich interessieren. Egal ob der User über ein organisches oder bezahltes Suchergebnis auf die Landing Page kommt oder aber über ein Werbebanner, Tatsache ist, dass aufgrund der Werbung (Linktitel und Beschreibung, bzw. Informationen auf dem Banner) das Interesse des Users geweckt werden konnte. Nun gilt es dieses Interesse zu verstärken und den User ohne Umschweife zur gewünschten Aktion zu führen.
Hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung (Rankings) und dem Suchmaschinenmarketing (Qualitätsfaktor) sollte bei den Texten, welche auf der Landing Page verwendet werden, auf die Keywords geachtet werden. Diese müssen aber inhaltlich mit der Werbebotschaft vereinbar sein. Wichtige Texte sollten sich immer unterhalb der Angebote oder der eigentlichen Botschaft befinden, wo sie für weniger Aufmerksamkeit und somit weniger Ablenkung sorgen.
Speziell bei Online Shops ist die Versuchung groß, dem User eine große Auswahl an ähnlichen Produkten anzuzeigen oder Produkte, welche von anderen Usern gekauft wurden, die sich für dasselbe Produkt entschieden haben. Hier besteht allerdings die Gefahr, dass sich der User bei der Vielfalt nicht mehr entscheiden kann und den Kaufprozess abbricht.
Verwirrung ist prinzipiell ein Faktor, welcher bei der gelungenen Vereinigung von Landing Page und Conversion Rate Optimierung vermieden werden muss, da es den Entscheidungsprozess negativ beeinflusst.

2. Die Navigation auf der Landing Page verkürzen
Je weniger „Fluchtmöglichkeiten“ der User hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er konvertieren wird. Deshalb muss die Navigation auf ein Minimum reduziert werden. Ein Link zur Homepage, den AGB’s und dem Impressum gehört hier allerdings zur Grundausstattung.

3. Vertrauen erwecken
Qualität, Vertrauen und Seriösität sind im Internet Elemente, die von Usern nur sehr schwer ausgemacht werden können. Deshalb steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein User zum Kunden wird um ein Vielfaches, wenn es gelingt, auf der Landing Page sein Vertrauen zu gewinnen. In diesem Zusammenhang können die folgenden Tipps weiterhelfen:

  • B2B Bereich: Ist das eigene Unternehmen Mitglied bei irgendeinem Branchenverband? Dann muss das unbedingt auf die Landing Page. Gleiches gilt für die Logos von Kooperationspartnern oder großen Kunden. So wird Authentizität geweckt und aufgrund der Referenzen bzw. Partner kommt der User zum Schluss, dass es sich um „reale“ Angebote handeln muss.
  • B2C Bereich: Zwar verleihen auch hier Logos von Branchenverbänden oder Kooperationspartnern den eigenen Inhalten mehr Vertrauen, besitzen aber nicht dieselbe Zugkraft, wie im B2C Bereich. Besonders bei Online Shops kann die Conversion Rate um ein Vielfaches in die Höhe gepusht werden, wenn der Shop bekannte Gütesiegel vorweisen kann. Diese von unabhängigen Institutionen erteilte Bewertung hat für User einen hohen Stellenwert und gehört beim Online Shopping zu den wichtigsten Entscheidungskriterien.

4. Die eigene Marke präsentieren und somit stärken
Dieser Punkt ist mehr vorausschauend gedacht, denn ein User, der noch nie etwas von der eigenen Marke gehört hat, wird sich von ihrer Unterbringung nicht wirklich viel beeindrucken lassen. Trotzdem hat auch die Präsenz von unbekannten Namen eine Wirkung – sofern das Ganze professionell durchgeführt wird. Es zeugt nämlich von Selbstvertrauen, was beim User zum Schluss führen kann, dass es sich vielleicht um eine bereits bekannte Marke handelt, er diese nur nicht kennt.
Denkt man das Ganze einen Schritt weiter, dann kann durch ausreichendes Präsentieren der eigenen Marke dazu beigetragen werden, dass sich der User bei einem wiederholten Einkauf an diese erinnern kann – die Verkaufswahrscheinlichkeit steigt. Zudem kommt es nicht selten vor, dass Landing Pages mit guten Angeboten geteilt oder empfohlen werden. So kann die Marke und ihre Reichweite vergrößert werden, was langfristig den Namen etabliert und stärkt.

Es macht also Sinn, Tipps zur Landing Page Optimierung kritisch zu betrachten und nicht einfach eins zu eins zu übernehmen. Nur wenn diese mit der Conversion Rate und den Usern nicht in Widerspruch stehen, sollten diese im Anschluss daran auch angewendet werden.

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