Straft Google werbelastige Webseiten ab?

01.Dezember 2011

Werbung ist vielen Usern ein Dorn im Auge. Dabei geht es den meisten nicht einmal um die Werbung selbst, sondern um das Ausmaß in dem sich Nutzer tagtäglich im Internet mit Werbung konfrontiert sehen. Viele Seiten haben mittlerweile mehr Werbung als eigenen Content, was für User besonders dann ärgerlich ist, wenn sich solche Seiten weit vorne in den Suchergebnissen befinden.

Die Aufgabe einer Suchmaschine ist es, den Usern die Suchergebnisse auszuliefern, die sie an dieser Stelle für ihre Suchanfrage sehen möchten. Dazu gehört auch, den Wünschen und Vorstellungen der User nachzukommen – nicht zuletzt auch in Sachen „Werbeflut“. Bereits seit Langem versucht Google in diesem Zusammenhang beispielsweise das „MFA“-Problem zu bekämpfen. Unter dem Begriff MFA (Made For AdSense) werden Seiten zusammengefasst, die fast ausschließlich aus Google AdSense bestehen. Meist ist das einzige Ziel möglichst viel Traffic zu generieren, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass ein User auf die Anzeigen klickt und der Betreiber der Webseite so Geld kassiert. Einzigartige oder dem User weiterhelfende Inhalte sind auf derartigen Seiten in der Regel nicht zu finden.

Auch das kürzlich implementierte Panda Update kann vor diesem Hintergrund gesehen werden. Hier ging es nämlich darum Seiten abzustrafen, die über nur wenige oder keine relevanten eigenen Inhalte verfügten.

Im Kampf gegen Spam scheint Google noch einen Schritt weiter zu gehen. So gab Matt Cutts erst kürzlich das Folgende im Hinblick auf den Content zu bedenken: Was auf einer Seite wirklich zähle, sei der Content „above the fold“ – also im oberen Abschnitt ohne scrollen zu müssen. Weiters meinte er, dass wenn die Werbung den eigentlichen Inhalt überschattet, man sich darüber Gedanken machen solle. Viele SEO Experten deuten diese Aussage so, dass es bei zu viel Werbung zu einer Abstrafung kommen kann. Soll bedeuten: Hat der User aufgrund der Werbung Schwierigkeiten dabei, sich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, kann das eine Verschlechterung des Rankings nach sich ziehen.

Diese These passt auch in die aktuelle Panda Update Diskussion. Einige Experten haben nämlich bereits vorher die Vermutung geäußert, dass vor allem solche Seiten abgestraft wurden, die zu viel Werbung „above the fold“ hatten. Stellt sich nur die Frage, warum Google in seinem AdSense Help Center darauf hinweist, die Werbeanzeigen „above the fold“ zu platzieren.

 

Schlüsse die im Hinblick auf die Suchmaschinenoptimierung gezogen werden sollten

Unabhängig davon, was der Grenzwert für tolerierte Werbung ist oder nicht, dürfte eine Sache ein weiteres Mal klar geworden sein: Google versucht seine Algorithmen immer mehr an die Wünsche und Ansprüche seines Zielpublikums anzupassen. In dieser Hinsicht muss auch für die Suchmaschinenoptimierung ein Umdenken stattfinden, welches sich schon lange andeutet. Bereits vor einigen Jahren gab es einen Shift in Richtung „Content is King“, ein erstes Anzeichen dafür, dass eine Seite zum Großteil auch für die User und nicht allein für die Suchmaschinen optimiert werden muss. Seitdem gehen nahezu alle Änderungen von Google in diese Richtung. Galt früher die Devise in erster Linie für Suchmaschinen zu optimieren und dabei die Vorstellungen der User wenn möglich zu berücksichtigen, ist das Ganze heute genau umgekehrt. In erster Linie sollte für die User optimiert werden und gleichzeitig die Suchmaschinen Ansprüche berücksichtigt werden.

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