Die Kontraproduktivität des nofollow

07.August 2008

Im Jahr 2005 nahm der nofollow Hype seinen Anfang, als Google diesen erfand und Webmaster glaubten damit wäre es endlich möglich den Spammern den Gar auszumachen. In einem gewissen Umfang mag das vielleicht auch der Fall sein, allerdings trifft diese Maßnahme auch viele Unschuldige, deren Intention es sicherlich nicht ist, unnötig Spam zu vertreiben. Die generelle Anwendung des nofollow Attributs ist gleich sinnlos, wie das Blockieren aller eingehenden Nachrichten im Email Account, damit man keinen Spam erhält.Es gibt auch noch einige Missverständnisse, die das restliche dann dazu beigetragen haben, dass sich das nofollow Attribut so etablieren konnte, wie dies heute der Fall ist.

In der SEO Welt ging – und geht noch bis heute – das Gerücht um, dass bei externen Links der so hoch geschätzte Trust der eigenen Seite verloren geht. Unter gewissen Umständen mag das auch stimmen, wenn man auf Spamseiten im Zuge einer Linkpartnerschaft verlinkt, oder auf Seiten, die Maleware oder sonstige für den User uninteressanten Inhalte haben. Gute und themenrelevante externe Links sind aber keines Falls schlecht für den Trust Rank, oder das Ranking selbst, im Gegenteil ein gutes Netzwerk an Links, die einen Mehrwert für die Seite darstellen, sehen auch die Suchmaschinen gern.

In Folge dessen entstand dann das sogenannte PageRank Skulpting. Hierbei wurde versucht den PageRank der eigenen Seite in gezielten Bahnen auf der eigenen Seite zu verteilen. So wurden zum Beispiel Links, die Emailseite führten mit einem nofollow Attribut versehen und nur Seiten, die aus SEO Sicht wichtig waren, blieben von dieser Maßnahme verschont. Das hat dann zur Folge, dass die interne Verlinkung nicht mehr schön war und es in Folge dessen dann zu Verschlechterungen beim Ranking kam.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Tools, die einem ungeliebten Spam auf der eigenen Seite (bspw. einem Blog) fernhalten können.

Das Internet lebt zum größten Teil von Links. Deshalb macht es keinen Sinn, wenn man diese „Lebensader” abschneidet und jeder nur noch mit nofollow Links arbeitet. Denn wenn man selbst ausschließlich mit diesem Attribut arbeitet, wird man es schwer haben jemanden zu finden, der einem einen dofollow Link gibt.

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