Content Marketing: Definition und Techniken

27.Juni 2011

Unabhängig von der gefahrenen Online Marketing Strategie, zeichnet sich ein Trend ganz klar ab: alles dreht sich mehr und mehr um die Inhalte und ihre Qualität. So wurde bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) durch das Farmer Update die Power der Backlinks zugunsten des Contents entkräftet, beim Suchmaschinenmarketing (SEM) ist der Qualitätsfaktor das Zünglein an der Waage und entscheidet darüber, ob eine Kampagne rentabel und effizient funktioniert oder nicht. Auch im Social Media Bereich entscheidet die Güte der gebotenen Inhalte über Erfolg und Misserfolg, schließlich hat man es hier mit realen Personen zu tun, die besonders kritisch sind.

Strategieübergreifend sollte deshalb gezieltes Content Marketing in keinem Internet Werbemix fehlen. Das Content Marketing kann als Schnittpunkt der unterschiedlichen Online Marketing Methoden bezeichnet werden. Dabei sind die Aufgaben vielfältig:
-    User bzw. (potentielle) Kunden. Die eigenen Inhalte müssen dazu in der Lage sein, die Wünsche und Bedürfnisse der User zu befriedigen. Dabei muss die jeweilige Phase berücksichtigt werden, in der sich der User gerade befindet. Der Mehrwert drückt sich unter anderem auch darin aus, dass den Usern Lösungen für ihre Probleme geboten werden, wobei der Begriff „Problem“ sehr weit gefasst werden kann: beispielsweise kann auch die Produkt Suche als Problem aufgefasst werden: ein Kunde sucht nach einem Produkt mit diversen Merkmalen, einem bestimmten Preis und gegebenenfalls diversen Zusatzleistungen. Das Problem besteht für ihn nun darin, zwischen den unterschiedlichen Angeboten das richtige auszusuchen. Der richtige Content hilft dabei, dass sich der User für die eigenen Inhalte entscheidet.
-    Suchmaschinen. Speziell bei SEO und SEM muss zudem auch den Ansprüche der Suchmaschinen beigekommen werden (Stichwort: Ranking und Qualitätsfaktor).
-    Unternehmensdarstellung. Über die Inhalte werden das eigene Unternehmen, sowie die Produkte und Dienstleistungen dargestellt. Hier muss Kompetenz, Kundenorientierung und Seriosität vermittelt werden.
-    Konkurrenz. Zu einer weiteren zentralen Aufgabe des Contents gehört die Abgrenzung zur Konkurrenz. Im Internet gibt es meistens keine Verkaufsgespräche, ansprechende Auslagen oder designte Verkaufsflächen. Der Content ist auf dem Internet Auftritt selbst das wichtigste Verkaufsargument.

Der Content ist somit ein wichtiges Instrument zur Zielerreichung. Bislang wurde der Fokus häufig auf die Traffic Generierung gelegt, was allerdings im Anschluss daran mit den Besucherströmen auf der Seite passiert, wurde eher vernachlässigt. Erst wenn der Traffic in keiner Relation zur Conversion Rate steht, findet langsam ein Umdenken statt: Besucher sind noch keine Kunden. Erst durch die richtigen Inhalte, können Besucher in zufriedene Kunden verwandelt werden.

Für das Content Marketing sind nun die folgenden Formate von entscheidender Bedeutung:
1.    Studien. Was tut sich in der Branche? Wo liegen die aktuellen Präferenzen? Diese Informationen sind nicht nur für Kunden von Interesse, sondern für den gesamten Sektor. Mit Hilfe von Studien sorgt man deshalb auf der einen Seite für Aufmerksamkeit auf der Seite der Kunden, auf der anderen Seite kann man sich so auch einen gewissen Expertenstatus innerhalb der Branche erarbeiten.
2.    Advertorial. Informationen und News gepaart mit Werbung ist äußerst effektiv. Bei den Advertorials gibt es etliche Möglichkeiten die schlichte Werbemitteilung aufzuwerten und so auch für Kunden interessanter zu gestalten.
3.    Landing Pages. Von besonderer Bedeutung ist die Landing Page. Sie ist der Punkt, an dem der Besucher mit den eigenen Inhalten und Angeboten in Berührung kommt. Abhängig davon, mit welchem Slogan, welchem Angebot oder welchem Versprechen er auf die Seite gelockt wurde, muss auch die Landing Page entsprechend gestaltet sein, ohne den Besucher mit Informationen zu überladen.
4.    Blog. Ein eigener Blog bietet die ideale Möglichkeit für qualitätsvolle, neue Inhalte zu sorgen und gleichzeitig Nähe zum Zielpublikum zu schaffen.
5.    Videos. Multimediale Inhalte – wie etwa Videos – sind eine gelungene Abwechslung bei der Seitengestaltung. Werden diese auch auf diversen Portalen publiziert, können sie den Besucherstrom vergrößern. Wichtig für die Suchmaschinenoptimierung ist, dass Videos immer von einem Text – beispielsweise einer Transkription – begleitet werden, da Google & Co. bekanntlich Text verwerten.
6.    Artikel Marketing. Fachartikel helfen dabei, das eigene Fachwissen ins Netz hinauszutragen, damit der eigene Ruf verbessert wird. Zudem helfen Artikel bei der Backlink Generierung, welche bei der Suchmaschinenoptimierung nach wie vor einen hohen Stellenwert einnimmt.
7.    Social Media Inhalte. Was sich nicht in den SERPs der Suchmaschinen abspielt, spielt sich in Social Media ab. Twitter und Facebook beispielsweise bieten einfache und kostenlose Möglichkeiten, die eigene Sichtbarkeit und Reichweite um ein Vielfaches zu vergrößern. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, mit den notwendigen Plug-Ins auf den eigenen Seiten zu arbeiten, damit Usern das Empfehlen und Teilen so einfach wie möglich gestaltet wird.
8.    E-Mail. Newsletter werden häufig eher stiefmütterlich behandelt. Werden sie professionell erstellt, gehört das E-Mail Marketing allerdings zu einer der Strategien, welche mit den höchsten Conversion Rates aufwarten kann.
9.    Printmedien. Besteht die Möglichkeit einen Beitrag abseits des Internets zu verfassen, sollte diese in jedem Fall genutzt werden. Prestige und Ansehen können so einfach erhöht werden. Zudem erreicht man unter Umständen einen Teil des Zielpublikums, den man sonst nicht oder nur unter hohem Kostenaufwand erreicht hätte.
10.    Bilder und Grafiken. Mit Bildern und Infografiken wird ein informativer Text aufgelockert und die Kerninhalte herausgestellt. Zudem sind beide wieder ein Garant für die wichtigen Backlinks.
11.    Mobile Inhalte. Everyone goes mobile. Die Zahl der mobilen Internet User steigt täglich weiter an, weshalb der eigene Internet Auftritt in jedem Fall auch für ein mobiles Publikum optimiert sein sollte.
12.    Mobile Apps. Apps sind ein weiterer Trend, welcher mit dem mobilen Internet einhergeht. Sinnvolle und informative Apps, die einen Mehrwert besitzen, können das Content Marketing positiv unterstützen.
13.    eBooks. Speziell im B2B Bereich gehören eBooks zu den mächtigsten Instrumenten des Content Marketings. Sie vermitteln den eigenen Expertenstatus, Wissen und Seriosität.
14.    Pressemitteilungen. Neue Angebote, Serviceleistungen oder firmeninterne Veränderungen können mit Hilfe von Pressemitteilungen ideal verbreitet werden. Einschlägige Portale sind auch für Journalisten wichtige Informationsquellen, weshalb sich eine Pressemitteilung schnell auch in diversen Blogs, Foren oder Online Magazinen wiederfinden kann.

Es gibt also viele Möglichkeiten Inhalte im Internet zu verbreiten und zu gestalten, um den Traffic zu erhöhen und den eigenen Ruf zu verbessern. Zur selben Zeit können mit Hilfe von Content Marketing auch alle anderen Internetwerbeformen unterstützt und bereichert werden.

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