Black Hole SEO – oder was passiert eigentlich mit dem Linkjuice

14.November 2008

Black Hole SEO (nicht zu verwechseln mit Black Hat SEO) ist das Phänomen, dass es viele Seiten gibt, in die ein großer Linkjuice hineinfließt, aber keiner wieder rauskommt. Der Linkjuice wird also wie bei einem Schwarzen Loch – darum auch Black Hole – verschlungen und ist dann nicht mehr auffindbar.Doch wie kann so ein schwarzes Loch entstehen? Naja das ist ganz einfach und zwar, wenn man viele und starke Backlinks sammelt und diese auf die eigene Seite gehen, man selbst dann allerdings alle ausgehenden Links auf nofollow setzt und somit den gesamten Trust für sich behält. Ein Paradebeispiel für eine solche Vorgehensweise ist die freie Online Enzyklopädie Wikipedia. Hier sind alle ausgehenden Links auf nofollow gesetzt und gleichzeitig bekommt die Enzyklopädie eine Unmenge an eingehenden Links.

Ist es sinnvoll den ganzen Linkjuice für sich zu behalten, in der Erwartung, dass das Ranking bzw. der Traffic steigen?

Beide Fragen kann man mit „nein” beantworten. Warum? Nun ja, User tendieren in letzter Zeit vermehrt zu Seiten, die viele ausgehende Links haben und dadurch einen Mehrwert besitzen. Eine Seite kann zwar unabhängig davon, ob sie dofollow oder nofollow Links hat, viele ausgehende Links besitzen, dennoch beschäftigen sich immer mehr Internet User – vor Allem diejenigen, die selbst eine Seite besitzen – mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung und haben erkannt, dass Black Hole Seiten nicht gerade hilfreich sind. Aus der Sicht der Platzierungen – also aus der SEO Perspektive – kann man, wie schon gesagt, ebenso sagen, dass diese Methode nicht gerade zweckdienlich ist. Suchmaschinen, in erster Linie Google, sehen es gerne, wenn eine Seite über viele ausgehende Links zu themenverwandten und -relevanten Seiten verfügen und zwar im Sinne der so genannten „good neighborhood”, also der guten Nachbarschaft. Eine Seite, die ihre ausgehenden Links auf nofollow gesetzt hat, macht diese Links für die Suchmaschine unsichtbar und diese geht dann davon aus, dass keine vorhanden sind.

Man sieht also, dass der Linkgeiz nicht wirkliche Vorteile bringt. Solche Praktiken können sich nur riesige Portale (wie beispielsweise Wikipedia) leisten. Für alle anderen empfiehlt es sich, zumindest gute ausgehende Links mit dofollow zu versehen.

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bisher 1 Kommentar Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Psychic SEO Beratung  |  04.Dezember 2008 at 09:19

    Ein Phänomen aus der großen Welt der “astronomischen” Internetphysik, zu der neben den schwarzen Löchern auch Wurmlöcher, Asteroidenschauer, … gehören ;-)

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