AdWords: 5 Strategien um die CTR zu erhöhen

27.Juni 2011

Kreativität und Experimentierfreudigkeit verschafft besonders bei PPC Kampagnen einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz und ist somit ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs. Nachdem bei PPC Kampagnen – wie der Name PPC Pay per Click bereits verrät – für jeden einzelnen Klick gezahlt werden muss, ist das höchste Ziel, für seine Klicks so wenig wie möglich zu zahlen und gleichzeitig so viel wie möglich dafür zu bekommen.

Das Zusammenspiel aus gesteigerter CTR (Click Through Rate), verbessertem Qualitätsfaktor und minimierten CPC (Cost per Click) wirkt sich direkt auf die Performance der gesamten Kampagne aus. A/B Splitting Tests gehören zu den am meisten verbreiteten Methoden, um diese Stellschrauben bestmöglich auf einander abzustimmen.

Nachdem es hier allerdings darum geht, die verschiedenen und zahlreichen Elemente einer Kampagne – vorwiegend Keywords im Zusammenhang mit dem Anzeigentitel und dem Anzeigentext sowie der dazugehörigen Landing Page – gegeneinander auszutesten, erfordert diese Vorgehensweise viel Erfahrung, Wissen und mindestens ebensoviel Zeit und kontinuierliche Arbeit muss hineingesteckt werden. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Markter dazu, diese Aufgabe – der Fachmann spricht von Google AdWords Optimierung – in die Hände eines Experten zu geben.

Bei kleinen und mittleren Betrieben reichen aber häufig bereits kleine Veränderungen, um die Performance verbessern zu können. Hier fünf Tipps, mit deren Hilfe die CTR gesteigert werden kann.

1. Mit Preissegmenten und Nachlässen experimentieren

Dieser erste Tipp richtet sich speziell an Händler bzw. Online Shop Betreiber. Es lohnt sich mit diversen Preissegmenten und Rabatten zu spielen. Wichtig: Dinge, die ausprobiert werden, sollten nicht ausschließlich auf Annahmen beruhen. Das bedeutet konkret, dass Variationen nicht kategorisch ausgeschlossen werden dürfen, bei denen man der Meinung ist, dass sie nicht funktionieren werden. Hier gilt also das Sprichwort: „Probieren geht über studieren“.

Studien haben beispielsweise ergeben, dass bei der Bewerbung von Billigflügen der Anzeigentitel „Flüge für 49 Euro und weniger“ eine höhere CTR aufweisen (und zwar um ganze 75 Prozent höher), als Anzeigen mit dem Titel „Flüge ab 39 Euro“, was man so im ersten Augenblick vielleicht nicht annehmen würde. Man kann zwar im Nachhinein Spekulationen darüber anstellen, warum die eine Variante besser funktioniert als die andere, aber die Tatsache, dass eine besser funktioniert, kann nur durch Probieren herausgefunden werden.

2. Google Sitelinks

Google Sitelinks sind auch bei der Suchmaschinenoptimierung ein sehr beliebtes Mittel, um in den SERPs für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Auch bei PPC Kampagnen sorgen Sitelinks für Eindruck und können die CTR um bis zu 30 Prozent steigern.

Überraschend also, dass Sitelinks bei Google AdWords Anzeigen von Werbetreibenden bislang eher spärlich verwendet werden. Es lohnt sich in jeden Fall mit Sitelinks zu experimentieren. Auch hier ist wieder wichtig, dass der Prozess nicht so schnell zum Stillstand kommen sollte. Der Aufbau der Sitelinks sollte variiert werden und speziell auf die Performance geachtet werden.

3. Marken und offizielle Seiten

Ist der eigene Name bereits ein Begriff und besitzt einen Wiedererkennungswert, sollte das auch im Anzeigentitel klar gemacht werden. „Markenname – offizielle Seite“ beispielsweise ist ein Garant dafür, dass die CTR nach oben schnellt und der CPC sinkt. Studien haben ergeben, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Stärke einer Marke bzw. eines Namens, der Ergänzung „offizielle Seite“ und der Kampagnen Performance gibt.

4. Sense of Urgancy

Jeder gute Marketer kennt dieses Prinzip. Wird Kunden das Gefühl gegeben, sie sollten eine bestimmte Aktion durchführen, werden sie das in den meisten Fällen auch machen.

Besonders dann, wenn innerhalb der eigenen PPC Kampagne mit zeitlich begrenzten Spezialangeboten gearbeitet wird, sollte darauf auch in der Anzeige hingewiesen werden. Hier macht es durchaus Sinn, das Enddatum einzugeben. So wird dem Kunden das Gefühl gegeben, dass es sich um eine einmalige Gelegenheit handelt, die er so schnell nicht wieder haben wird. Die Folge davon ist, dass er sich eher zu einem Klick und einem anschließenden Kaufabschluss verleiten lässt.

Hier einige Beispiele, die getestet werden können:
-    Die Aktion endet am 19.8.
-    Die Aktion endet kommenden Montag
-    „Jetzt noch schnell zuschlagen“, „Nur jetzt Sparen“ und „Bald endend“ sind ähnliche Argumente, welche beim Kunden eine Emotion auslösen – und bekanntlich sind größtenteils Emotionen an einer Kaufentscheidung beteiligt.

5. Erweiterte Anzeigentitel

Seit Kurzem bietet Google die Möglichkeiten mit erweiterten Anzeigentiteln zu arbeiten. Hier ergeben sich große Chancen, denn ein längerer Titel bedeutet automatisch auch mehr Aufmerksamkeit.

Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Anzeige oberhalb der organischen Suchergebnisse gelistet wird. In der rechten Spalte besteht aus Platzgründen nicht die Möglichkeit mit längeren Titeln zu arbeiten.

Werden erweiterte Anzeigentitel in Kombination mit den vorigen Tipps (beispielsweise Sense of urgancy) verwendet, kann die CTR noch um ein Weiteres gesteigert werden.

Auch wenn nicht jedes einzelne Element einer PPC Kampagne durchgetestet wird, so ist es dennoch wichtig, dass auch bei diesen Tipps unterschiedliche Variationen gegeneinander antreten dürfen. Welche Variante die beste ist, hängt nämlich von vielen Faktoren – beispielsweise der Branche oder der Zielgruppe – ab und kann deshalb nicht verallgemeinert werden.

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