Monatsarchiv für Juli, 2011

6 SEO Keyword Tipps für Fortgeschrittene

SEO fängt bekanntlich mit der Definierung der Keywords an. Hier ist es wichtig solche Suchbegriffe auszuwählen, die auf der einen Seite häufig von der Zielgruppe gesucht werden, auf der anderen Seite aber über möglichst wenig Konkurrenz verfügen. Ein zu geringes Suchaufkommen bedeutet ausbleibende Besucherzahlen. Folglich können auch keine Conversions oder Leads generiert werden. Besitzen die einzelnen Keywords hingegen zu viel Konkurrenz, kann es schwierig werden, sich in absehbarer Zeit zu etablieren.

Nachdem die richtigen Keywords für die SEO Kampagne gewählt wurden, folgt als nächster logischer Schritt die Zuweisung der Suchbegriffe zu den jeweils passenden Seiten. Doch wo soll man hier anfangen?

Angenommen man hat sich im Zuge der Keyword Recherche eine Liste von 10 Suchbegriffen zusammengestellt, für die man gerne ranken möchte. Den einzelnen Keywords sollten nun Prioritäten zugewiesen werden, nach denen sie abgearbeitet werden. Hierfür macht es Sinn, sich am eigenen Internet Auftritt zu orientieren. Welche Seiten können bereits Besucher auf sich ziehen? Welche Seiten müssen noch stärker umgebaut werden?

Werden zuerst die Seiten weiter optimiert, welche bereits ranken, kann der Traffic gleich zu Beginn ausgebaut werden. Würde man sich zunächst, der schweren Seiten annehmen, wäre mit einer längeren Durststrecke zu rechnen, die vor allem bei kommerziellen Internet Auftritten (beispielsweise Online Shops) fatale Folgen haben kann.

Hat man die Prioritäten Liste erst einmal ausgearbeitet, können die folgenden 6 Tipps dabei helfen, die SEO Kampagne voranzutreiben.

1. Mit der Marke beginnen
Die eigene Marke ist ein großes Kapital, denn nicht zuletzt über den Namen kann Vertrauenswürdigkeit, Seriosität und Qualität kommuniziert werden. Diese Elemente gehören zu den wichtigsten Entscheidungsfaktoren der Kunden im Internet. Schließlich fallen andere Faktoren, die ein Geschäft in der realen Welt hätte – wie beispielsweise die Räumlichkeiten, der Standort oder die persönliche Betreuung – weg. Der Marken Name sollte deshalb auf dem gesamten Internet Auftritt verwendet werden. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang sind die Homepage, die Kontakt Seite und das Impressum.

2. Das User Interesse und den Traffic verstehen
Die trafficstärksten Seiten sollte man sich in jedem Fall näher ansehen. Wie hoch sind die Besucherzahlen? Wie viele Backlinks können die einzelnen Seiten für sich verbuchen? Was sind die Elemente, welche die Aufmerksamkeit der User wecken? Diese den Erfolg begünstigenden Elemente sollten aufgegriffen und auch auf den anderen, schwächeren Seiten entsprechend umgesetzt werden.

3. Schwache Seiten analysieren
Um ein vollständigeres Bild davon zu bekommen, was dem Erfolg dienlich ist und was nicht, sollte man sich nicht nur die starken, sondern besonders auch die schwachen Seiten ansehen. Hier geht es darum, die Defizite ausfindig zu machen, um im Anschluss daran besser zu verstehen, was im Zuge der SEO Kampagne vermieden werden sollte. Es macht Sinn, sich auch die Konkurrenz näher anzusehen und ähnliche Analysen durchzuführen. So kann nicht nur die Liste der Do’s and Don’ts ergänzt werden, sondern man erhält beispielsweise auch eine Inspiration für neue Backlinks.

4. Die Suchbegriffe mit den Inhalten abstimmen
Spätestens seit dem Panda Update sollte jedem klar geworden sein, wie wichtig der Content für die Suchmaschinenoptimierung ist. Hier ist die Qualität der gebotenen Inhalte das Maß aller Dinge. Die Inhalte sollten dazu im Stande sein, dem User bei der Lösung eines Problems zu helfen, ihm einzigartige Angebote liefern oder sonst in irgendeiner Form einen Mehrwert liefern.
Für das Ranking ist es zudem wichtig, dass die einzelnen Seiten mit den jeweils passenden Keywords bestückt werden, damit auch die Suchmaschine weiß, mit welchem Thema die Seite in Verbindung zu bringen ist. Prinzipiell sollte man pro Seite nur ein Keyword bzw. eine Keyword Kombination verwenden. Um auch den Long Tail abdecken zu können, ist es empfehlenswert mit Alternativbegriffen des Keywords bzw. der Kombination zu arbeiten. Das hat gleich zwei positive Nebeneffekte: Einerseits kann so der Traffic gesteigert werden, weil auch ein Ranking für Long Tail Keywords ermöglicht wird, andererseits lesen sich die Texte auch für die Besucher besser, da nicht immer dasselbe Keyword wiederholt wird, sondern abgewechselt wird.

5. Die Konkurrenz ausstechen
Bei der Suchmaschinenoptimierung geht es darum, Platz 1 für die eigenen Keywords einzunehmen. Doch was bedeutet das konkret? Im Prinzip nichts anderes, als besser als die Konkurrenz zu sein. Aus diesem Grund muss der Konkurrenz besonders Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Wie bereits erwähnt, muss in diesem Zusammenhang ermittelt werden, was die Konkurrenz noch besser macht, um sie anschließend zu übertrumpfen. Von Interesse sind beispielsweise die folgenden Bereiche:
-    OnPage Optimierung. Wie haben Mitbewerber ihre Seiten gestaltet und aufgebaut?
-    OffPage Optimierung. Wie viele Backlinks hat die Konkurrenz? Handelt es sich dabei um Backlinks hoher Qualität? Kann man selbst auf den linkgebenden Seiten einen Backlink bekommen?
Spätestens hier sollte auch klar sein, ob es Sinn macht, sich in den Wettbewerb zu stürzen. Ist die Konkurrenz für einzelne Keywords einfach zu groß, sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man sich nicht nach alternativen Suchbegriffen umsehen sollte, die leichter optimiert werden können.

6. Tracking
Natürlich müssen die Erfolge und Misserfolge fortlaufend aufgezeichnet werden. Ansonsten wird es schwierig herauszufinden, welche Maßnahme nun welche Auswirkung hatte und ob sich das Ganze in eine positive oder negative Richtung entwickelt. Analysetools – wie beispielsweise Analytics – sollten deshalb unbedingt genutzt werden.

Fazit

Speziell dann, wenn die Suchmaschinenoptimierung im Alleingang durchgeführt wird, hängt der Erfolg davon ab, wie viel Arbeit man selbst stemmen kann. Hier muss man ehrlich zu sich selbst sein und sich lieber etwas weniger in Sachen Keywords und Mitbewerber zutrauen und das dafür schaffen, als zu viel.

jetzt kommentieren? 17. Juli 2011

Google + und die Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung

Das neue soziale Netzwerk aus dem Hause Google ist gerade ein paar Tage online und noch nicht einmal für jeden zugänglich, schafft es aber dennoch weitläufig für Schlagzeilen zu sorgen. Ob sich das Ganze zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für Facebook entwickeln kann, lässt sich bisher noch nicht abschätzen, dennoch lohnt es, sich schon einmal über die möglichen Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung Gedanken zu machen.

Zwar darf ja bekanntlich nicht alles so heiß gegessen werden, wie es serviert wird, aber wenn man die letzten offiziellen Stellungnahmen von Google verfolgt hat, dann könnten sich in der näheren Zukunft die Spielregeln der Suchmaschinenoptimierung gewaltig verändern – wieder einmal. Von der abnehmenden Bedeutung der Backlinks ist da beispielsweise die Rede. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die sozialen Daten und die User Interaktion Gold wert sind und dabei helfen können, „diese Idee des PageRanks“ abzusetzen.

Bereits Google 1+ – die Antwort auf Facebooks „gefällt mir“ – deutete bereits mehr oder weniger eindeutig in diese Richtung, aber diese Anzeichen scheinen nun immer deutlicher zu werden. Sollte es Google tatsächlich gelingen sein soziales Netzwerk zu etablieren, bricht in Sachen SEO womöglich eine neue Ära an, da die aus dem Netzwerk gewonnen Daten in vielerlei Hinsicht verwendet werden können. Google hat sich in diesem Zusammenhang auch bereits ein neues Patent gesichert, welches unter Einbeziehung der Google + Daten das Layout der SERPs völlig auf den Kopf stellt.

Doch nun genug von theoretischen Annahmen, sehen wir uns die konkreten Aspekte an, welche sich auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken (könnten):

1. +1 Button
Die naheliegendste und bereits am längsten bekannte Komponente ist der +1 Button. Rein theoretisch könnte +1 ähnlich wie ein Backlink als Empfehlung gewertet werden und sich somit auf die Relevanzbestimmung und das Ranking einer Webseite auswirken. Nachdem diese Einflussgröße allerdings relativ einfach zu manipulieren ist, muss sich Google hier noch etwas einfallen lassen – oder hat es vielleicht bereits getan? –, um die Authentizität eines gesetzten +1 nachvollziehen zu können.

2. Circles
Mit Hilfe von Circles können User eigene Benutzergruppen schaffen und definieren. Eigentlich nicht weiter spannend. Doch denkt man das Ganze ein bisschen weiter, so könnte Circles wieder als Empfehlung gewertet werden und zwar nicht für Webseiten sondern für User. So könnten die Suchmaschinen Betreiber die „Big Player“ ausfindig machen, also die User, welche einen großen Einfluss auf die anderen haben.

3. Profil
Bereits bei Facebook konnte man feststellen, dass User besonders freizügig persönliche Daten in ihrem Profil veröffentlichen. Alter, Geschlecht, Beruf, Ausbildung, Wohnort, Links und vieles mehr könnte von Google effizient zur Identifizierung der eigenen Interessen verwendet werden und beispielsweise für AdWords oder aber für personalisierte Suchergebnisse benutzt werden.

4. Sparks
Sparks dient im Prinzip dazu, seinen Interessen Ausdruck zu verleihen. Zusammen mit den Profil Daten eröffnet Sparks Google eine ganz neue Dimension in Sachen Targeting.

5. Places
Ähnlich wie bei Facebook wird es auch bei Google + möglich sein, seinen aktuellen Standpunkt bekanntzugeben und mit anderen zu teilen. Bekanntlich spielt die Lokale Suche im Moment eine zentrale Rolle in der Entwicklungsrichtung von Google. Mit Hilfe der so gewonnen Daten könnten die Suchergebnisse in diesem Zusammenhang weiter verfeinert und angepasst werden.

Wie man es dreht und wendet, eines bleibt klar: Sollte Google + den Durchbruch schaffen, muss sich die Suchmaschinenoptimierung wieder einmal neu erfinden. Dies wird zu einer umfassenden Marktbereinigung führen, da nur die Anbieter und Agenturen überleben werden können, die es schaffen, sich mit Hilfe der nötigen Flexibilität anzupassen.

jetzt kommentieren? 17. Juli 2011

Online Reputation Management – mit diesen 6 Schritten, bringen Sie Ihren digitalen Ruf auf Vordermann

Viele Kunden haben in der Zwischenzeit die Vorteile erkannt, die sich beim Shoppen im Internet ergeben. Viele Online Shops können in kürzester Zeit durchstöbert werden, eine Vielzahl an unterschiedlichen Produkten und Dienstleistungen können miteinander verglichen werden und schließlich kann bequem von PC oder Laptop aus bestellt werden, ohne sich aus dem Haus begeben zu müssen.

Im Normalfall – also beim Einkauf in einem Geschäft – gibt es viele Einflussgrößen, welche darüber entscheiden, ob ein Kunde wirklich zum Kunden wird: die Freundlichkeit und Kompetenz der Bedienung, die Geschäftsräumlichkeiten und ihre Lage sowie der Preis, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Das Problem im Internet aus der Sicht der Online Shop Betreiber ist, dass viele dieser Einflussgrößen wegfallen und man über verhältnismäßig wenig Stellschrauben verfügt, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

Erfolgsabhängige Faktoren sind in diesem Zusammenhang vor allem die folgenden drei:
-    der Internet Auftritt
-    seine Bewerbung und Vermarktung
-    der Ruf

Der Internet Auftritt muss viele Einflussgrößen eines offline Geschäfts ersetzen: beispielsweise die freundliche und kompetente Beratung sowie die Geschäftsräumlichkeiten. Aus diesem Grund muss der Online Shop aufgeräumt sein, alle für den Kauf notwendigen Informationen beinhalten und möglichst viele Bilder oder Videos der einzelnen Produkte bieten. Darüber hinaus muss über die Texte eine gewisse Kompetenz vermittelt werden – man möchte ja nicht irgendwo einkaufen – und seine USP (Unique Selling Preposition) klar in den Vordergrund gestellt werden.

Der weltweit beste Online Shop wird keine Conversions generieren können, wenn er nicht bekannt ist. Das bedeutet, dass die zweite Erfolgskomponente die Sichtbarkeit und die Reichweite der Web Präsenz sind. Die Bewerbung und Vermarktung fällt in den Aufgabenbereich des Online Marketing und ist mit der Lage eines offline Geschäfts vergleichbar. Je mehr Laufkundschaft, desto größer ist auch die Chance seine Produkte und Dienstleitungen verkaufen zu können. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Internetwerbestrategien. Zu den erfolgreichsten zählt die Suchmaschinenoptimierung (SEO), das Suchmaschinenmarketing (SEM) und das Social Media Marketing (SMM).

Doch auch das ist noch nicht das Ende vom Lied, denn eine entscheidende Einflussgröße fehlt noch: der digitale Ruf. Hat ein User erst einmal auf den Online Shop gefunden und findet die Angebote ansprechend, ist die Online Reputation für den User das wichtigste Entscheidungskriterium. Es ist also wichtig, über einen guten Ruf zu verfügen, welcher Vertrauenswürdigkeit und Seriosität widerspiegelt, welche im Internet wiederum von anderen Kunden „bestätigt“ werden.

Mit 6 Schritten zu einer positiven Online Reputation

Nachdem wir geklärt haben, weshalb der digitale Ruf von entscheidender Bedeutung ist, können wir uns seiner Optimierung widmen.

1. Analyse
Zunächst einmal muss herausgefunden werden, wo die Zielgruppe präsent ist. Ein heißer Tipp diesbezüglich sind immer die Suchergebnisse von Google sowie Social Media. Vor allem bei Social Media müssen die unterschiedlichen Anwendungen ausfindig gemacht werden, welche von den Kunden bevorzugt genutzt werden. In jedem Fall muss während der Analyse Phase auch nach den Formalitäten Ausschau gehalten werden, denn die Kommunikation läuft beispielsweise bei Xing anders ab als bei Facebook oder in einem Experten Forum anders als in einem Blog.
Zur Analyse gehört auch, sich genau Gedanken darüber zu machen, wie der eigene Shop präsentiert werden soll. Was sind die eigenen Vorteile? Was der eigene Mehrwert? Diese Grundüberlegungen sind die Basis für den nächsten Schritt: das Aktiv werden.

2. Aktiv werden
Wurden die relevanten Formate ausgewählt, heißt es aktiv zu werden. Bei Social Media bedeutet das zum Beispiel Profile anzulegen, im Hinblick auf die Suchergebnisse kann mit Hilfe von SEO oder SEM für die richtige, positive Aufmerksamkeit gesorgt werden.

3. Realistisch sein
Speziell bei Social Media und den sozialen Netzwerken muss man sich bewusst sein, dass einmal getätigte Aussagen nicht mehr widerrufen werden können. Folglich sollte jede Nachricht, jeder Post oder jeder Tweet gut überlegt und auf das jeweilige Format angepasst werden.
Im Hinblick auf die Sichtbarkeit in den SERPs sollte man sich zudem bewusst sein, dass organische Rankings nur mit einiger Zeitverzögerung eingenommen werden können. Die Optimierung benötigt nämlich eine gewisse Anlaufzeit und so kann es leicht passieren, dass die ersten Ergebnisse einige Wochen – oder in stark umkämpften Märkten sogar einige Monate – auf sich warten lassen.

4. Ruhig bleiben
Online Reputation Management bedeutet sich nach außen zu präsentieren und sich auch von anderen präsentieren zu lassen – beispielsweise über Erfahrungsberichte und Bewertungen. Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht 100 Prozent der Kunden zufriedengestellt werden können. Aus diesem Grund wird es früher oder später auch einmal einen Kunden geben, der Kritik äußert oder seinen Unmut frei zum Ausdruck bringt. In diesem Zusammenhang muss man einen kühlen Kopf bewahren, professionell reagieren und sich um eine Klärung der Unzufriedenheit bemühen. Positiver Nebeneffekt: wird auf unzufriedene Kunden eingegangen und das Problem gelöst, hat man mit annähender Sicherheit einen treuen Stammkunden.

5. Am Ball bleiben
Um den digitalen Ruf kontinuierlich in eine positive Richtung bewegen zu können, muss auch kontinuierlich daran gearbeitet werden. Besonders bei Social Media ist es wichtig, dass Kunden das Gefühl gegeben wird, dass man sich um sie kümmert. So wachsen mit regelmäßigen Posts und Nachrichten nicht nur die Zufriedenheit und die Treue, sondern gleichzeitig steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen Kunden auch positiv über einen selbst sprechen werden.

6. Vernetzt arbeiten
Online Shop, Blog, Profile in sozialen Netzwerken – es werden große Potentiale verschwendet, wenn die unterschiedlichen Kanäle nicht miteinander vernetzt werden. So können auf der einen Seite die Besucherströme besser und effektiver verteilt werden und auf der anderen Seite wirkt sich das Ganze auch positiv auf die Sichtbarkeit und Reichweite der eigenen Angebote aus.

Das Online Reputation Management bildet somit die dritte Säule, um im Internet erfolgreich Geschäfte machen zu können.

jetzt kommentieren? 17. Juli 2011

15 SEO und Social Media Trends

In Sachen Online Marketing heißt es stets am Ball zu bleiben, will man seine Strategie auf einem kontinuierlichen Erfolgskurs halten. Bedingungen können sich binnen kürzester Zeit ändern, oder neue Funktionen verändern die bisherigen Spielregeln. Wichtig in diesem Zusammenhang ist es, Trends immer im Auge zu behalten, denn viele Trends schaffen schnell den Durchbruch. Ist man von Anfang an mit dabei, können derartige Änderungen schnell übernommen und für den eigenen Erfolg verwendet werden.
Es ist besonders interessant sich Veränderungen in den Vereinigten Staaten näher anzusehen, da ein Großteil der dortigen Trends mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung in der Regel auch bei uns Einzug halten. Das Wissen über die Tendenzen der USA bietet somit einen zusätzlichen Vorsprung, die verbleibende Zeit kann dazu genutzt werden, entsprechende Reaktionen und Strategien auszuarbeiten.
Hier nun 15 aktuelle Entwicklungsrichtungen in den Vereinigten Staaten aus den Bereichen SEO und Social Media.

Social Media

1. Social Media Policy
Hat sich ein Unternehmen erst einmal dazu entschieden, mit Social Media zu arbeiten, werden in aller Regel gleich mehrere Kanäle verwendet – ganz klassisch: Facebook und Twitter. Speziell bei größeren Unternehmen, wo mehrere Mitarbeiter mit Social Media beauftragt sind, sollte eine Social Media Policy aufgesetzt werden, welche genau regelt, was, wann, wo und wie in Umlauf gebracht werden soll. Damit soll verhindert werden, dass unterschiedliche Kanäle völlig unterschiedlich und inkohärent bedient werden.

2. Just in Time
Echtzeit spielt eine große Rolle in Bezug auf Social Media. Man hört immer wieder von großen Firmen, dass Facebook Nachrichten oder Tweets erst von etlichen Stellen abgesegnet werden müssen, bis diese online gehen können. 14 Tage Verzögerung sind keine Seltenheit. In solchen Fällen gehen große Potentiale von Social Media einfach verloren. Zu diesem Zweck sollte auch eine Policy ausgearbeitet werden, damit diese Prozesse beschleunigt werden können.

3. Auf das Zielpublikum eingehen
Es ist mitunter bedenklich, wenn alle Plattformen miteinander verbunden werden und eine Nachricht automatisch auf allen Plattformen veröffentlicht wird. Bei jeder Social Media Anwendung herrschen nämlich andere, ungeschriebene Gesetze, die es zu beachten gilt. Aus diesem Grund sollten Nachrichten stets dem jeweiligen Kanal angepasst werden – auch dann, wenn im Prinzip dieselbe Message verbreitet wird.

4. Zielgruppentargeting
Bei Facebook & Co. sind User sehr großzügig mit persönlichen Angaben. Steht sonst der Datenschutz immer im Vordergrund, identifizieren sich Personen in sozialen Netzwerken praktisch selbst und können so besser angesprochen werden. Es macht Sinn, spezielle Nutzergruppen anzusprechen, die sich in gewissen Lebensumständen befinden. Beispielsweise Frauen, die gerade schwanger sind, werden in näherer Zukunft bestimmte Produkte kaufen wollen bzw. müssen.

5. Blogs bedürfen spezieller Pflege
Durch das Betreiben eines Blogs erhöhen sich die Chancen – vor allem aufgrund der frischen Inhalte –, in den Suchergebnissen gelistet zu werden. Hier muss allerdings auf die Qualität der Beiträge geachtet werden, ansonsten verliert ein Blog schnell an Zugkraft. Die Beiträge sollten branchenrelevante Trends aufgreifen, Hilfestellungen bei Problemen leisten oder dem Kunden Einblicke in das Unternehmen gewähren.
Suchmaschinenoptimierung (SEO) mit Fokus: Panda / Farmer Update

1. Nicht mehr als 40 Prozent des Traffics sollte von Google kommen
Seit dem berühmt-berüchtigten Panda Update werden viele Ursachen für die Abstrafungen gesucht und auch gefunden. Eine Theorie geht davon aus, dass es fatal enden kann, wenn man sich zu sehr auf organischen Traffic von Google verlässt. Die Besucherströme sollten prinzipiell auch von anderen Quellen kommen – beispielsweise aus Social Media oder SEM Kampagnen. In wie weit dieser Ranking Faktor wirklich einen Einfluss auf die Abstrafungen nimmt, kann allerdings (noch) nicht mit Sicherheit gesagt werden.

2. Einige Content Farmen werden überleben
Das mag wunderlich klingen, betraf das Panda Update doch vorwiegend Content Farmen und diente dazu diese abzustrafen. Unter gewissen Umständen können Content Farmen aber durchaus auch nützlich sein und dem Nutzer einen Mehrwert bieten. Zum Beispiel dann, wenn viele relevante Texte und Beiträge zentral auf einem Portal zugänglich gemacht werden.

3. Die Seite aufräumen
Um vom Panda Update verschont zu bleiben, sollte man sich in die Lage des Users versetzen und sich die Frage stellen, ob die eigenen Inhalte einen Mehrwert besitzen, dem User helfen können und ob die Inhalte im Allgemeinen qualitativ und professionell sind. Darüber hinaus sollte die Ladegeschwindigkeit des Internet Auftritts in jedem Fall optimiert und verbessert werden. Alles, was der Usability dienlich ist, hilft schlussendlich auch den Rankings bei Google, da die Betreiber der Suchmaschine versuchen, ihren Algorithmus möglichst an den User anzupassen. Freunde, die keine Angst davor haben, Kritik zu äußern, können in diesem Zusammenhang als Test-User genutzt werden, die die Erfahrungen und Gefühle beim Navigieren auf der Seite wiedergeben.

4. Google +1 als Ranking Faktor?
Über kurz oder lang wird der „like“ Button von Google wohl auch zur Bestimmung der Rankings herangezogen werden. Bis dorthin wird allerdings aller Wahrscheinlichkeit nach noch einige Zeit vergehen, in der Google sich Gedanken machen muss, wie Manipulationen bestmöglich ausgeschlossen werden können.
5. Mobile Angebote
Eine mobile Ausgabe des eigenen Internet Auftritts gehört mittlerweile fast schon zum guten Ton, da immer mehr Internet User auch unterwegs auf das weltweite Netz nicht mehr verzichten wollen. Nachdem sich die Nutzung aber mit einem Smartphone – egal ob Touchscreen oder nicht – von der PC Nutzung in vielen Bereichen unterscheidet, muss beim Launch einer mobilen Seite auf diese Besonderheiten eingegangen werden.
5. Aktionsimplizierende Keywords
Die SERPs sind von einem ständig steigenden Konkurrenzdruck gekennzeichnet. Häufig ist der Streuverlust beträchtlich, weshalb man sich zweimal überlegen sollte, ob eine Optimierung lohnenswert ist. Für alle kommerziellen Seiten empfiehlt sich das Arbeiten mit Keywords bzw. Kombinationen, welche bereits eine Aktion indirekt voraussetzen. So kann beispielsweise durch das Nachstellen von „kaufen“ oder „bestellen“ sichergestellt werden, dass ein User sich für ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung nicht nur informieren möchte, sondern diese auch im Anschluss daran gleich bestellen oder kaufen möchte.
Online Marketing Trends sollten stets nicht so heiß gegessen werden, wie sie serviert werden. Sie zeigen allerdings die Richtungen auf, in die sich die zukünftigen Anstrengungen entwickeln müssen.

jetzt kommentieren? 01. Juli 2011