Monatsarchiv für Juni, 2011

AdWords: 5 Strategien um die CTR zu erhöhen

Kreativität und Experimentierfreudigkeit verschafft besonders bei PPC Kampagnen einen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz und ist somit ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs. Nachdem bei PPC Kampagnen – wie der Name PPC Pay per Click bereits verrät – für jeden einzelnen Klick gezahlt werden muss, ist das höchste Ziel, für seine Klicks so wenig wie möglich zu zahlen und gleichzeitig so viel wie möglich dafür zu bekommen.

Das Zusammenspiel aus gesteigerter CTR (Click Through Rate), verbessertem Qualitätsfaktor und minimierten CPC (Cost per Click) wirkt sich direkt auf die Performance der gesamten Kampagne aus. A/B Splitting Tests gehören zu den am meisten verbreiteten Methoden, um diese Stellschrauben bestmöglich auf einander abzustimmen.

Nachdem es hier allerdings darum geht, die verschiedenen und zahlreichen Elemente einer Kampagne – vorwiegend Keywords im Zusammenhang mit dem Anzeigentitel und dem Anzeigentext sowie der dazugehörigen Landing Page – gegeneinander auszutesten, erfordert diese Vorgehensweise viel Erfahrung, Wissen und mindestens ebensoviel Zeit und kontinuierliche Arbeit muss hineingesteckt werden. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Markter dazu, diese Aufgabe – der Fachmann spricht von Google AdWords Optimierung – in die Hände eines Experten zu geben.

Bei kleinen und mittleren Betrieben reichen aber häufig bereits kleine Veränderungen, um die Performance verbessern zu können. Hier fünf Tipps, mit deren Hilfe die CTR gesteigert werden kann.

1. Mit Preissegmenten und Nachlässen experimentieren

Dieser erste Tipp richtet sich speziell an Händler bzw. Online Shop Betreiber. Es lohnt sich mit diversen Preissegmenten und Rabatten zu spielen. Wichtig: Dinge, die ausprobiert werden, sollten nicht ausschließlich auf Annahmen beruhen. Das bedeutet konkret, dass Variationen nicht kategorisch ausgeschlossen werden dürfen, bei denen man der Meinung ist, dass sie nicht funktionieren werden. Hier gilt also das Sprichwort: „Probieren geht über studieren“.

Studien haben beispielsweise ergeben, dass bei der Bewerbung von Billigflügen der Anzeigentitel „Flüge für 49 Euro und weniger“ eine höhere CTR aufweisen (und zwar um ganze 75 Prozent höher), als Anzeigen mit dem Titel „Flüge ab 39 Euro“, was man so im ersten Augenblick vielleicht nicht annehmen würde. Man kann zwar im Nachhinein Spekulationen darüber anstellen, warum die eine Variante besser funktioniert als die andere, aber die Tatsache, dass eine besser funktioniert, kann nur durch Probieren herausgefunden werden.

2. Google Sitelinks

Google Sitelinks sind auch bei der Suchmaschinenoptimierung ein sehr beliebtes Mittel, um in den SERPs für mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Auch bei PPC Kampagnen sorgen Sitelinks für Eindruck und können die CTR um bis zu 30 Prozent steigern.

Überraschend also, dass Sitelinks bei Google AdWords Anzeigen von Werbetreibenden bislang eher spärlich verwendet werden. Es lohnt sich in jeden Fall mit Sitelinks zu experimentieren. Auch hier ist wieder wichtig, dass der Prozess nicht so schnell zum Stillstand kommen sollte. Der Aufbau der Sitelinks sollte variiert werden und speziell auf die Performance geachtet werden.

3. Marken und offizielle Seiten

Ist der eigene Name bereits ein Begriff und besitzt einen Wiedererkennungswert, sollte das auch im Anzeigentitel klar gemacht werden. „Markenname – offizielle Seite“ beispielsweise ist ein Garant dafür, dass die CTR nach oben schnellt und der CPC sinkt. Studien haben ergeben, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen der Stärke einer Marke bzw. eines Namens, der Ergänzung „offizielle Seite“ und der Kampagnen Performance gibt.

4. Sense of Urgancy

Jeder gute Marketer kennt dieses Prinzip. Wird Kunden das Gefühl gegeben, sie sollten eine bestimmte Aktion durchführen, werden sie das in den meisten Fällen auch machen.

Besonders dann, wenn innerhalb der eigenen PPC Kampagne mit zeitlich begrenzten Spezialangeboten gearbeitet wird, sollte darauf auch in der Anzeige hingewiesen werden. Hier macht es durchaus Sinn, das Enddatum einzugeben. So wird dem Kunden das Gefühl gegeben, dass es sich um eine einmalige Gelegenheit handelt, die er so schnell nicht wieder haben wird. Die Folge davon ist, dass er sich eher zu einem Klick und einem anschließenden Kaufabschluss verleiten lässt.

Hier einige Beispiele, die getestet werden können:
-    Die Aktion endet am 19.8.
-    Die Aktion endet kommenden Montag
-    „Jetzt noch schnell zuschlagen“, „Nur jetzt Sparen“ und „Bald endend“ sind ähnliche Argumente, welche beim Kunden eine Emotion auslösen – und bekanntlich sind größtenteils Emotionen an einer Kaufentscheidung beteiligt.

5. Erweiterte Anzeigentitel

Seit Kurzem bietet Google die Möglichkeiten mit erweiterten Anzeigentiteln zu arbeiten. Hier ergeben sich große Chancen, denn ein längerer Titel bedeutet automatisch auch mehr Aufmerksamkeit.

Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Anzeige oberhalb der organischen Suchergebnisse gelistet wird. In der rechten Spalte besteht aus Platzgründen nicht die Möglichkeit mit längeren Titeln zu arbeiten.

Werden erweiterte Anzeigentitel in Kombination mit den vorigen Tipps (beispielsweise Sense of urgancy) verwendet, kann die CTR noch um ein Weiteres gesteigert werden.

Auch wenn nicht jedes einzelne Element einer PPC Kampagne durchgetestet wird, so ist es dennoch wichtig, dass auch bei diesen Tipps unterschiedliche Variationen gegeneinander antreten dürfen. Welche Variante die beste ist, hängt nämlich von vielen Faktoren – beispielsweise der Branche oder der Zielgruppe – ab und kann deshalb nicht verallgemeinert werden.

jetzt kommentieren? 27. Juni 2011

Content Marketing: Definition und Techniken

Unabhängig von der gefahrenen Online Marketing Strategie, zeichnet sich ein Trend ganz klar ab: alles dreht sich mehr und mehr um die Inhalte und ihre Qualität. So wurde bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) durch das Farmer Update die Power der Backlinks zugunsten des Contents entkräftet, beim Suchmaschinenmarketing (SEM) ist der Qualitätsfaktor das Zünglein an der Waage und entscheidet darüber, ob eine Kampagne rentabel und effizient funktioniert oder nicht. Auch im Social Media Bereich entscheidet die Güte der gebotenen Inhalte über Erfolg und Misserfolg, schließlich hat man es hier mit realen Personen zu tun, die besonders kritisch sind.

Strategieübergreifend sollte deshalb gezieltes Content Marketing in keinem Internet Werbemix fehlen. Das Content Marketing kann als Schnittpunkt der unterschiedlichen Online Marketing Methoden bezeichnet werden. Dabei sind die Aufgaben vielfältig:
-    User bzw. (potentielle) Kunden. Die eigenen Inhalte müssen dazu in der Lage sein, die Wünsche und Bedürfnisse der User zu befriedigen. Dabei muss die jeweilige Phase berücksichtigt werden, in der sich der User gerade befindet. Der Mehrwert drückt sich unter anderem auch darin aus, dass den Usern Lösungen für ihre Probleme geboten werden, wobei der Begriff „Problem“ sehr weit gefasst werden kann: beispielsweise kann auch die Produkt Suche als Problem aufgefasst werden: ein Kunde sucht nach einem Produkt mit diversen Merkmalen, einem bestimmten Preis und gegebenenfalls diversen Zusatzleistungen. Das Problem besteht für ihn nun darin, zwischen den unterschiedlichen Angeboten das richtige auszusuchen. Der richtige Content hilft dabei, dass sich der User für die eigenen Inhalte entscheidet.
-    Suchmaschinen. Speziell bei SEO und SEM muss zudem auch den Ansprüche der Suchmaschinen beigekommen werden (Stichwort: Ranking und Qualitätsfaktor).
-    Unternehmensdarstellung. Über die Inhalte werden das eigene Unternehmen, sowie die Produkte und Dienstleistungen dargestellt. Hier muss Kompetenz, Kundenorientierung und Seriosität vermittelt werden.
-    Konkurrenz. Zu einer weiteren zentralen Aufgabe des Contents gehört die Abgrenzung zur Konkurrenz. Im Internet gibt es meistens keine Verkaufsgespräche, ansprechende Auslagen oder designte Verkaufsflächen. Der Content ist auf dem Internet Auftritt selbst das wichtigste Verkaufsargument.

Der Content ist somit ein wichtiges Instrument zur Zielerreichung. Bislang wurde der Fokus häufig auf die Traffic Generierung gelegt, was allerdings im Anschluss daran mit den Besucherströmen auf der Seite passiert, wurde eher vernachlässigt. Erst wenn der Traffic in keiner Relation zur Conversion Rate steht, findet langsam ein Umdenken statt: Besucher sind noch keine Kunden. Erst durch die richtigen Inhalte, können Besucher in zufriedene Kunden verwandelt werden.

Für das Content Marketing sind nun die folgenden Formate von entscheidender Bedeutung:
1.    Studien. Was tut sich in der Branche? Wo liegen die aktuellen Präferenzen? Diese Informationen sind nicht nur für Kunden von Interesse, sondern für den gesamten Sektor. Mit Hilfe von Studien sorgt man deshalb auf der einen Seite für Aufmerksamkeit auf der Seite der Kunden, auf der anderen Seite kann man sich so auch einen gewissen Expertenstatus innerhalb der Branche erarbeiten.
2.    Advertorial. Informationen und News gepaart mit Werbung ist äußerst effektiv. Bei den Advertorials gibt es etliche Möglichkeiten die schlichte Werbemitteilung aufzuwerten und so auch für Kunden interessanter zu gestalten.
3.    Landing Pages. Von besonderer Bedeutung ist die Landing Page. Sie ist der Punkt, an dem der Besucher mit den eigenen Inhalten und Angeboten in Berührung kommt. Abhängig davon, mit welchem Slogan, welchem Angebot oder welchem Versprechen er auf die Seite gelockt wurde, muss auch die Landing Page entsprechend gestaltet sein, ohne den Besucher mit Informationen zu überladen.
4.    Blog. Ein eigener Blog bietet die ideale Möglichkeit für qualitätsvolle, neue Inhalte zu sorgen und gleichzeitig Nähe zum Zielpublikum zu schaffen.
5.    Videos. Multimediale Inhalte – wie etwa Videos – sind eine gelungene Abwechslung bei der Seitengestaltung. Werden diese auch auf diversen Portalen publiziert, können sie den Besucherstrom vergrößern. Wichtig für die Suchmaschinenoptimierung ist, dass Videos immer von einem Text – beispielsweise einer Transkription – begleitet werden, da Google & Co. bekanntlich Text verwerten.
6.    Artikel Marketing. Fachartikel helfen dabei, das eigene Fachwissen ins Netz hinauszutragen, damit der eigene Ruf verbessert wird. Zudem helfen Artikel bei der Backlink Generierung, welche bei der Suchmaschinenoptimierung nach wie vor einen hohen Stellenwert einnimmt.
7.    Social Media Inhalte. Was sich nicht in den SERPs der Suchmaschinen abspielt, spielt sich in Social Media ab. Twitter und Facebook beispielsweise bieten einfache und kostenlose Möglichkeiten, die eigene Sichtbarkeit und Reichweite um ein Vielfaches zu vergrößern. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, mit den notwendigen Plug-Ins auf den eigenen Seiten zu arbeiten, damit Usern das Empfehlen und Teilen so einfach wie möglich gestaltet wird.
8.    E-Mail. Newsletter werden häufig eher stiefmütterlich behandelt. Werden sie professionell erstellt, gehört das E-Mail Marketing allerdings zu einer der Strategien, welche mit den höchsten Conversion Rates aufwarten kann.
9.    Printmedien. Besteht die Möglichkeit einen Beitrag abseits des Internets zu verfassen, sollte diese in jedem Fall genutzt werden. Prestige und Ansehen können so einfach erhöht werden. Zudem erreicht man unter Umständen einen Teil des Zielpublikums, den man sonst nicht oder nur unter hohem Kostenaufwand erreicht hätte.
10.    Bilder und Grafiken. Mit Bildern und Infografiken wird ein informativer Text aufgelockert und die Kerninhalte herausgestellt. Zudem sind beide wieder ein Garant für die wichtigen Backlinks.
11.    Mobile Inhalte. Everyone goes mobile. Die Zahl der mobilen Internet User steigt täglich weiter an, weshalb der eigene Internet Auftritt in jedem Fall auch für ein mobiles Publikum optimiert sein sollte.
12.    Mobile Apps. Apps sind ein weiterer Trend, welcher mit dem mobilen Internet einhergeht. Sinnvolle und informative Apps, die einen Mehrwert besitzen, können das Content Marketing positiv unterstützen.
13.    eBooks. Speziell im B2B Bereich gehören eBooks zu den mächtigsten Instrumenten des Content Marketings. Sie vermitteln den eigenen Expertenstatus, Wissen und Seriosität.
14.    Pressemitteilungen. Neue Angebote, Serviceleistungen oder firmeninterne Veränderungen können mit Hilfe von Pressemitteilungen ideal verbreitet werden. Einschlägige Portale sind auch für Journalisten wichtige Informationsquellen, weshalb sich eine Pressemitteilung schnell auch in diversen Blogs, Foren oder Online Magazinen wiederfinden kann.

Es gibt also viele Möglichkeiten Inhalte im Internet zu verbreiten und zu gestalten, um den Traffic zu erhöhen und den eigenen Ruf zu verbessern. Zur selben Zeit können mit Hilfe von Content Marketing auch alle anderen Internetwerbeformen unterstützt und bereichert werden.

jetzt kommentieren? 27. Juni 2011

4 Link Bait Strategien, die auch wirklich funktionieren

Die Generierung von linkbarem Content ist in der Zwischenzeit zu einer der Hauptaufgaben bei der Gestaltung eines Internet Auftritts geworden und gehört zu einer der zentralen Methoden bei der OnPage Optimierung. Früher waren es eher findige SEOs, welche sich mit Hilfe derartiger Inhalte einen Teil des Link Buildings sparen wollten, konnte doch der Content dazu beitragen, dass andere Webseiten Betreiber von ganz alleine einen Link auf die eigenen Seite setzen – vorausgesetzt natürlich es handelt sich um etwas Interessantes, Witziges, Provokantes oder in sonst einer Art Herausragendes.

Die Betreiber der Suchmaschinen haben erkannt, dass User immer mehr dazu übergehen, nach solchen einzigartigen und originellen Inhalten im Internet zu suchen – niemand interessiert etwas, was überall anders bereits hunderte Male durchgekaut wurde. Um User zufriedenzustellen wurden und werden auch die Algorithmen immer weiter auf das Finden von Seiten mit einzigartigen und qualitativ hochwertigen Inhalten getrimmt.

Was genau ist das Geheimnis von Link Bait? Der Trick dahinter ist, Content im Internet zu verbreiten, welcher nach einer anfänglichen – verhältnismäßig geringen – Bewerbung selbst Backlinks generiert. Der Webseiten Betreiber bringt sozusagen nur den Stein ins Rollen, den Rest machen die User und Webseiten Besucher.

Was macht Link Bait so interessant? Suchmaschinen möchten bekanntlich einer künstlichen Manipulation ihrer Ergebnisseiten vorbeugen. Streng genommen ist jeder selbst erzeugte Link ein Eingriff in die Suchergebnisse. Zwar nehmen es Google & Co. hier nicht so genau – schlussendlich kann auch nicht zu 100 Prozent nachvollzogen werden, ob ein Link selbst oder von jemand anderem gesetzt wurde – dennoch darf man es nicht übertreiben. Hunderte, neue Backlinks innerhalb von einer Woche auf schwache Inhalte riecht praktisch nach Manipulation und Suchmaschinen sehen sich gezwungen dagegen etwas zu unternehmen: Abstrafung. Der Vorteil von Link Bait ist somit nicht nur die Zeitersparnis sondern auch die Tatsache, dass die Links ohne aktiven Eingriff des Webseiten Betreibers entstanden sind. Es handelt sich somit um saubere, erstklassige Backlinks, welche im Hinblick auf das Ranking einiges bewirken können.

So weit so gut, widmen wir uns also vier Strategien, mit denen ein Link Bait angestoßen werden kann:

1. Bewährte Techniken

Der einfachste Weg ist, sich bekannte und bereits bewährte Techniken abzuschauen. Hierfür muss man sich zunächst innerhalb der Branche nach geglückten Link Baits umsehen. Eine Backlink Analyse der Konkurrenz kann in diesem Zusammenhang wichtige Aufschlüsse geben. Welche Inhalte wurden von welchen Seiten verlinkt? Stößt man auf Content, welcher häufig von Blogs, Foren oder anderen Seiten mit usergenerierten Inhalten verlinkt wurde, hat man es höchstwahrscheinlich mit einem Link Bait zu tun. Nun muss dieser Content genau analysiert werden, wobei es darum geht, das Element, welches für die natürliche Verlinkung verantwortlich war, zu extrahieren. Im Anschluss daran muss man sich überlegen, wie man das Element in abgewandelter Form für sich selbst benutzen kann.

Eine wichtige Erkenntnis, die bei der Suche nach einem Link Bait Element früher oder später ans Licht kommen wird ist, dass die Inhalte gar nicht zu diesem Zweck erstellt wurden, sondern die Verlinkung spontan stattfand.

Ein wichtiger Tipp: Besitzt die Webseite, auf dem sich das gefundene Element befindet, einen höheren PageRank als die Startseite, hat man es aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem erstklassigen Link Bait zu tun. Normalerweise hat der PageRank in der Suchmaschinenoptimierung keinen Stellenwert mehr. Hier kann der kleine grüne Balken allerdings immer noch wichtige Dienste leisten.

2. Der / die erste sein

Beim Link Baiting geht es immer auch um die Verwertung von aktuellen Trends. Deshalb muss man stets darüber im Bilde sein, was die Branche bzw. das Zielpublikum gerade beschäftigt. Gibt es gerade irgendwo eine hitzige Diskussion oder gar ein Problem, kann man sich freuen. Die Lösung eines Problems ist ein Garant dafür, dass der gebotene Lösungsweg verlinkt wird.

Verfügt der Webseiten Betreiber über ein entsprechendes Budget, sind hilfreiche Tools, Widgets oder Untersuchungen auch immer ein heißer Kandidat für einen Link Bait.

3. Etwas modernisieren

Es gibt viele alt bewährte Elemente im Internet. Da das Internet ein schnelllebiges Medium ist, wo das, was heute der letzte Schrei ist, morgen schon wieder out sein kann, lohnt es sich alt Bewährtes zu modernisieren. Hier sind unter anderem auch Tools zu nennen. Welche Tools werden bzw. wurden immer gerne genutzt und sind mittlerweile etwas verwahrlost? Würde es sich lohnen derartige Tools auch als App anzubieten? Der Kreativität sind in diesem Zusammenhang keine Grenzen gesetzt. „Aus alt mach neu mit eigener Note“ lautet eines der Erfolgsmotti beim Link Baiting.

Sollte sich bei dem einen oder anderen nun das Gewissen mit der Aussage „das ist doch Kopieren!“ zu Wort melden, sei eines gesagt: Auch Google hat die Suche nicht erfunden, sondern lediglich so weit verbessert, dass ein klarer Mehrwert entstand und von diesem Ruf und diesem Image profitiert der Suchmaschinenprimus heute noch. Auch Apple erfand nicht das Smartphone, den Laptop oder den MP3-Player, das Unternehmen verbesserte lediglich die bereits vorhandenen Angebote und erweiterte diese um wichtige Elemente. Auch Facebook erweiterte bzw. verband lediglich bereits bestehende Funktionen: Chat, Blogs, Bildergalerien etc. zu einem neuen, noch nicht dagewesen Gesamtpaket.

So gesehen gibt es nur wenige wirkliche Neuerungen. Die meisten Trends sind entweder Verbesserungen bzw. Modernisierungen von bereits Dagewesenem oder aber sie verbinden bewährte Konzepte zu einem einzigen Angebot. Das Zentrale ist der neue Mehrwert, welcher durch die Verbindung oder Verbesserung entsteht.

4. Social Media

Facebook, Twitter und Social Bookmarking Dienste sind weitere zentrale Quellen, um einen Link Bait zu finden. Worüber wird aktuell heiß diskutiert? Welche Seiten werden häufig geteilt? Und vor allem warum? Zwar überschneidet sich diese Strategie mit der im zweiten Punkt genannten, nachdem Social Media in der Zwischenzeit allerdings so stark genutzt wird, sollten die unterschiedlichen Angebote separat angesprochen und auch ausgenutzt werden.

Für den Anfang ist es am besten, alle Strategien einmal auszuprobieren. Jeder Typ fühlt sich nämlich mit einer anderen Strategie wohler und kommt woanders schneller zu Ergebnissen. Grundsätzlich bieten alle der vier genannten Strategien das Potential, einen eigenen Link Bait zu starten, um so wichtige Backlinks zu erhalten.

jetzt kommentieren? 19. Juni 2011

Quickguide: Conversion Rate Optimierung

Hohe Reichweite, gute Sichtbarkeit in den Suchergebnissen von Google & Co., genügend Traffic und trotzdem zu wenig Leads und Conversions? Da kann nur eines helfen: eine Conversion Rate Optimierung.

Ihre Aufgabe ist es, den Besucherstrom, welcher über die unterschiedlichen Werbemaßnahmen auf die eigenen Webseiten geleitet wird, sinnvoll zu verwerten – sprich Schritt für Schritt zur gewünschten Aktion zu führen.

Neben dem Internet Auftritt selbst und seiner Vermarktung ist die Conversion Rate Optimierung die dritte Säule für erfolgreiches Arbeiten im Internet. Der folgende Beitrag besteht aus 28 Fragen, die sich jeder Webseiten Betreiber im Hinblick auf seine Conversion Rate stellen sollte. Die Beantwortung hilft gleichzeitig dabei geeignete Wege zur Verbesserung der Konversionsrate zu finden.

1)    Was ist die Unique Selling Preposition meines Internet Auftritts bzw. meiner Online Angebote? Ist die USP für jeden Webseiten Besucher sofort ersichtlich?
2)    Sind die Landing Pages spezifisch genug und bieten dem Besucher den Inhalt, den er sich an dieser Stelle vorstellt?
3)    Wird mit Hilfe der Bilder bzw. Videos der bestmögliche Eindruck der Produkte und Dienstleistungen geschaffen?
4)    Hebt sich der zentrale Text klar vom Hintergrund ab und ist gut zu lesen?
5)    Die meisten Kaufentscheidungen werden aufgrund von Emotionen gefällt. Sind meine Angebote dazu in der Lage beim Kunden Emotionen zu wecken?
6)    Können bei „faktischen“ Produkten und Dienstleistungen die Argumente zum Kauf überzeugen?
7)    Wird die Nützlichkeit der eigenen Angebote genügend unterstrichen? Produkte und Dienstleistungen sollen Mittel zur Problemlösung darstellen.
8)    Habe ich schon versucht die rechte mit der linken Spalte zu tauschen, um das Layout mehr an die Gewohnheit meiner Kunden anzupassen?
9)    Sind Bilder ausreichend vorhanden und vor allem ansprechend beschriftet?
10)    Wurde ein Call to Action Link bei den Bildern und ihrer Beschriftung integriert?
11)    Wurde ein zweispaltiges Layout bereits durch ein dreispaltiges getestet?
12)    Wie stark ist der Call to Action Weg auf den eigenen Seiten gezeichnet? Gibt es viele Abzweigungen oder wird der Kunde eindeutig an sein Ziel gebracht?
13)    Wird der Kunde im Zuge des Kaufprozesses durch weitere Vorschläge verunsichert und somit vom Kauf abgehalten?
14)    Wurde bei vielen Kategorien bereits eine Listen- vs. eine Rasteransicht ausgetestet?
15)    Wurden bereits statische vs. animierte Inhalte gegeneinander ausgetestet?
16)    Wurde versucht den Call to Action Button von der linken auf die rechte Seite zu verschieben (und umgekehrt)?
17)    Sind genügend Elemente auf der Seite vorhanden, welche die Glaubwürdigkeit unterstützen (beispielsweise Gütesiegel)?
18)    Werden Kunden auf der Landing Page mit zu vielen Informationen überladen? Kann die Landing Page abgespeckt werden?
19)    Wie viele Varianten eines Produkts bzw. einer Dienstleistung gibt es? Können Variationen reduziert werden, um dem Kunden die Entscheidung leichter zu gestalten?
20)    Provozieren die AGB’s Verunsicherung? Können diese vereinfacht und gekürzt werden?
21)    Wurde versucht den Kaufprozess in einem neuen Fenster vs. einem neuen Tab vs. einem Pop-up durchzuführen?
22)    Wird häufig weiße Schrift auf dunkelfarbigen Hintergrund verwendet und beeinträchtig so das Lesevermögen der Kunden?
23)    Wurden statische Angebotsbanner bereits mit rotierenden ausgetauscht?
24)    Gibt es eine Suchfunktion, welche dem Kunden dabei hilft, fündig zu werden?
25)    Wurden alle Produkte bzw. Dienstleistungen mit den richtigen Tags ausgestattet?
26)    Kann der Kunde innerhalb der Kategorien mit sinnvollen Filtern arbeiten?
27)    Kommt die Landing Page auch ohne Navigationsleiste aus, um den Kunden direkt zur Aktion zu führen?
28)    Stimmen die Slogans, Suchbegriffe und Inhalte der Landing Page mit denen der Werbung überein?

Beim Durcharbeiten dieser Fragen, muss der Webseiten Betreiber selbst feststellen, ob eine Veränderung Sinn macht oder nicht. Denn nicht jede Änderung macht auch überall sind. Die Zweckdienlichkeit einer Methode ist somit von Web Präsenz zu Web Präsenz unterschiedlich.

Im Zweifelsfall können immer sogenannte A/B Tests helfen. Dabei werden alle sinnvollen und zur Verfügung stehenden Varianten ausprobiert und im Hinblick auf ihre Performance miteinander verglichen. Übrig bleibt die jeweils performancestärkere.

jetzt kommentieren? 19. Juni 2011