Monatsarchiv für Februar, 2009
Dem mobilen Internet wird ja eine große Zukunft prophezeit. Nachdem mittlerweile fast jeder zweite Haushalt über einen Internetanschluss verfügt, ist das Potential hier bald ausgeschöpft. Ganz anders allerdings ist das beim mobilen Internet. Die Anzahl der Surfer über das Handy, oder ein anderes mobiles Endgerät ist vergleichsweise noch überschaubar. Derzeit scheinen es vor allem Männer zu sein, die das mobile Internet benutzen. 73 Prozent der mobile Surfer lassen sich nämlich dem männlichen Geschlecht zuordnen.
Das zu wissen und im Hinterkopf zu haben, macht im Speziellen Sinn, wenn man Marketing Kampagnen für das mobile Internet starten möchte. Es geht also darum möglichst genau darüber Bescheid zu wissen, wer denn überhaupt mobil surft. Wie bereits erwähnt, sind es vorwiegend Männer, die zudem im Schnitt etwa 34 Jahre alt sind. Sie interessieren sich besonders für das Wetter, Entertainment, News und natürlich Sport.
Diese Daten hat eine aktuelle Studie des Medienvermarkters IP ergeben. Die Studie wurde auf dem mobilen Portal von RTL durchgeführt. Insgesamt nahmen 480 Probanden an der Untersuchung teil.
Die Studienleiter erklären sich den höheren Anteil an Männern damit, dass sich diese einfach mehr für Technik interessieren würden. Dennoch wird damit gerechnet, dass auch die Frauen nicht lange auf sich im mobilen Internet warten lassen werden. Dass sie bis jetzt noch nicht so präsent sind, hängt sicherlich auch damit zusammen, dass das Angebot für Frauen im mobilen Internet noch nicht so entwickelt ist, wie das für Männer. Das könnte also als eine Art Marktlücke genutzt werden.
22. Februar 2009
Affiliate Marketing bedeutet so viel wie Partnerschaft-Marketing. Das heißt also, dass man seine eigenen Produkte und Dienstleistungen nicht alleine vertreibt, sondern die Bewerbung in einer Gemeinschaft erfolgt. Durch diese Gemeinschaft kann sowohl die zielgruppenspezifische Reichweite, als auch der Umsatz vervielfacht werden.
Vorteile des Affiliate Marketings
Durch das Werben in der Gemeinschaft entstehen beim Affiliate Marketing entscheidende Vorteile, die in dieser Form nicht erreicht werden können, wenn man sich nur allein um den Vertrieb der eigenen Produkte und Dienstleistungen kümmert. So ein Vorzug des Affiliate Marketings ist beispielsweise, dass die Reichweite erhöht wird und somit auch die Markenbildung verstärkt wird. Dies wirkt sich wiederum positiv auf den Absatz aus und erhöht den Umsatz.
Ein weiterer Vorteil des Affiliate Marketings ist, dass hier auf Provisionsbasis gearbeitet wird. Das heißt, dass dem Anbieter nur dann Kosten entstehen, wenn dieser auch einen Nutzen daraus zieht. So können schlussendlich die Kundengewinnungskosten gering gehalten werden.
Durch gezieltes Tracking können die Resultate genau und direkt gemessen werden, was einen genauen Aufschluss über die Effizienz der Affiliate Marketing Kampagne gibt.
Wie funktioniert das Affiliate Marketing?
Bevor man sich die genaue Funktionsweise einer solchen Affiliate Marketing Kampagne ansieht, sollten zunächst einige zentrale Begriffe näher bestimmt werden.
Da wäre als erstes der Merchant zu nennen. Der Merchant stellt seine Produkte und Dienstleistungen über das so genannte Affiliate System den beteiligten Vertriebspartnern zur Verfügung. Dadurch wird es den Vertriebspartnern ermöglicht, dass diese die Produkte und Dienstleistungen des Merchants auf deren Seite vertreiben können. Die daraus entstehenden Umsätze werden dann vom Merchant über eine im Vorfeld definierte Provision vergütet. Als Synonyme für Merchant, werden auch Advertiser, Anbieter oder Händler verwendet.
Als zweites gibt es dann noch den bereits erwähnten Vertriebspartner, oder aber auch Publisher. Der Publisher verwendet das Affiliate System für die Kooperation mit den beteiligten Merchants und wird über die Provision entlohnt. Statt Publisher spricht man auch von Affiliates.
Das Ganze funktioniert dann so, dass der Merchant Werbemittel – wie etwa Banner, Buttons und Textlinks – zur Verfügung stellt. Diese Werbemittel werden dann vom Publisher auf der eigenen Seite eingebunden. Der Publisher trägt so also zum Vertrieb der Produkte und Dienstleistungen und vor allem zum Umsatz des Merchants bei und wird über die vorher definierte Provision dafür entlohnt.
Dadurch, dass ein Merchant immer mehrere Publisher hat und jeder Publisher wiederum über eine Vielzahl an Besuchern bzw. potentiellen Kunden auf seiner Seite verfügt, werden sowohl die Reichweite, als auch die Verkaufszahlen und der Umsatz potenziert.
Die Formen der Provision beim Affiliate Marketing
Prinzipiell kann man beim Affiliate Marketing zwischen drei verschiedenen Provisionsformen unterscheiden.
PPC (Pay per Click): Die Provision wird pro erfolgtem und gültigem Klick ausbezahlt.
PPL (Pay per Lead): Hier wird ein Fixpreis bezahlt, sobald der potentielle Kunde eine bestimmte Aktion durchführt. Das kann beispielsweise die Anmeldung zu einem Newsletter sein, die Bestellung eines Katalogs, oder aber das Ausfüllen eines Kontaktformulars.
PPS (Pay per Sale): Bei dieser Variante wird die Provision fällig, sobald ein Kaufabschluss stattfindet. Die Provision kann entweder ein Fixpreis sein, oder aber auch ein prozentualer Anteil des Verkaufspreises.
Klar hierbei dürfte sein, dass PPC – also das Erzielen eines Klicks – am einfachsten ist. Ein bisschen schwieriger und deswegen weniger häufig ist das Erreichen eines Leads und am schwersten ist es, dass ein Kauf abgeschlossen wird. Dementsprechend gestaltet sich auch die Höhe der Provision. Für einen Klick bekommt man in der Regel am wenigsten, etwas mehr bekommt man für einen Lead und am meisten für einen Kaufabschluss.
Durch seine vielen Vorzüge und auch durch seine Einfachheit hat sich das Affiliate Marketing in der Zwischenzeit zu einer der erfolgreichsten und beliebtesten Marketing- und Vertriebskonzepte entwickelt.
19. Februar 2009
Im vergangen Jahr konnte die Internet Werbung ein sattes Plus von 26,9 Prozent verbuchen. Zu diesem Ergebnis kam eine Analyse von Nielsen Research. Die Branche, die am meisten Werbung im Internet betreibt, ist nach wie vor die der Online Dienstleister.
In Zahlen ausgedrückt haben sich die Ausgaben für Online Marketing im vergangen Jahr insgesamt um 312 Mio. Euro erhöht. So wurden im ganzen Jahr rund 1,5 Mrd. Euro ausgegeben. Trotzdem kann man sagen, dass die Wirtschaftskrise auch hier zu spüren ist, denn im letzten Quartal des Jahres 2008 waren die Zuwächse nur noch sehr gering.
Die Branche der Online Dienstleister ließ sich die Werbung im Internet im vergangenen Jahr knapp 272 Mio. Euro kosten. Das entspricht einem Zuwachs von 44 Mio. Euro bzw. 19,3 Prozent.
Das stärkste Wachstum absolut beanspruchen aber andere für sich und zwar die Unternehmenswerber. Hier wurden 63,4 Mio. Euro mehr ausgegeben, als 2007.
Beträchtliche Zuwächse konnten auch andere Sparten erreichen. So gaben Mobilfunk Anbieter rund 16,6 Mio. Euro mehr aus, als im vergangen Jahr. 15,1 Mio. Euro sind es im E-Commerce und ebensoviel – also 15,1 Mio. Euro – bei den Finanzdienstleistern.
Doch es gab auch Branchen, die ihre Werbetätigkeiten im Internet drosselten. Die größten Einsparungen trafen hierbei die Handelsorganisationen, welche 33,4 Mio. Euro weniger ausgaben, was bedeutet, dass sie 2008 25,8 Mio. Euro für die Werbung im Internet ausgaben. Diese hohe Zahl geht vor allem auf den Discounter Plus zurück, welcher das Budget für die Online Werbung um 36,2 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro zurückschraubte.
Das werbestärkste Unternehmen 2008 war T-Home Deutschland. Das Unternehmen gab im vergangenen Jahr rund 26,4 Mio. Euro mehr für Werbung aus, als im Vorjahr. Das entspricht einer absoluten Zahl von 49,5 Mio. Euro für das Jahr 2008. Gleich dahinter finden sich das Modelabel Esprit mit 36 Mio. Euro und Friendscout24 mit 35 Mio. Euro wieder.
15. Februar 2009
Neben den nun bereits angekündigten Entlassungen und Schließungen von Entwicklungsstandorten, kommt jetzt eine weitere etwas enttäuschende Nachricht aus dem Hause Google. Dieses Mal handelt es sich um einige Online Dienste des Suchmaschinenkonzerns. Betroffen sind der Bibliotheksdienst Catalog Search, der Twitter Konkurrent „Jaiku”, Google Notebook und das mobile Social Network Dodgeball.
Des Weiteren wird auch der Google Mashup Editor, ein Dienst, der verschiedene Online Anwendungen miteinander verknüpfen konnte, binnen sechs Wochen geschlossen werden. Allerdings müssen Fans nicht all zu sehr trauern, da die Funktionen des Editors in den Web-Entwicklungsdienst App Engine integriert werden wird. Betroffen von der Schließung ist zudem auch noch die Upload Funktion von Google Video. Diese wird in wenigen Monaten das zeitliche segnen. Auch hierfür ist eine Alternative vorgesehen und zwar auf Youtube und Picasa.
Bezüglich Jaiku lässt Google seine User wissen, dass einige Funktionen des Microblogging Dienstes ebenfalls in die bereits vorher erwähnte App Engine integriert werden. Zudem soll der Code von Jaiku als Open Source Projekt veröffentlicht werden. Google selbst wird allerdings keine weiteren Ressourcen mehr für die Weiterentwicklung aufwenden. Auf der App Engine soll es dennoch weiterhin möglich sein, dass jeder seinen eigenen Microblogging Dienst einrichten kann. Google wünscht sich in diesem Zusammenhang, dass so eine freie Microblogging Plattform entsteht.
Hinzu kommt, dass Google verkündet hat, dass 100 Mitarbeiter des Personalrekrutings entlassen werden.
Von einer Schließung betroffen sind auch drei Entwicklungsstandorte und zwar in Austin in Texas, in Tordheim in Norwegen und in Lulea in Schweden. Insgesamt wird dies 70 Entwickler betreffen.
Wie man sieht, geht die Wirtschaftskrise scheinbar auch an Google nicht spurlos vorbei und so muss das Unternehmen ebenfalls Einsparungen treffen.
09. Februar 2009