Monatsarchiv für August, 2008
Es wird nicht ruhig in der SEO Branche rund um den Mythos des Duplicate Content. Doch spätestens nach der offiziellen Stellungnahme Googles auf dessen Blog, dürften einige SEOs und Webmaster etwas beruhigter sein. Google erklärt dort, dass Duplicate Content allein noch kein Verstoß gegen die Webmaster Richtlinien ist und deshalb nicht zwangsläufig zu einer Abstrafung führt.
Dass Google seine Meinung dahingehend korrigiert hat, ist sicherlich nicht verwunderlich und kommt den Webmastern entgegen. Den vor allem bei großen Seiten, bei denen die eigentlichen Seiten aus einem sogenannten CMS Programm kommen, ist über kurz oder lang ein Duplicate Content mehr oder weniger unumgänglich.
Problematisch ist es allerdings, wenn dieser Duplicate Content bereits auf der Startseite einer Webpage auftritt. Da nämlich besonders die Eingangsseite von besonderer Bedeutung für die Suchmaschinen ist und den Trust Rank und die Stärke einer Seite in großem Maße mit beeinflusst.
Wird in Folge des Duplicate Contents die Startseite, oder noch schlimmer die TLD Domain einer Seite aus dem Index der Suchmaschine gestrichen, kann das verheerende Folgen für das Ranking der Seite bei den Suchmaschinenergebnissen nach sich ziehen.
Aus diesem Grund wird auch im Google Blog dazu geraten, dass man mit Hilfe der sogenannten XML Sitemaps den Suchmaschinen einen Leitfaden zur Durchsuchung der Seite in die Hand gibt und diese dann weiß, welche Seiten sie durchsuchen soll und welche eben nicht.
Die Erstellung einer solchen XML Sitemap ist nicht weiter schwierig und erfordert ebenfalls keinen all zu hohen Zeitaufwand. Im Internet finden sich darüber hinaus zahlreiche Tools, welche die Erstellung einer solchen Sitemap erleichtern. Die Verwendung der Sitemaps ist also in jedem Fall vorteilhaft, sei es als Prävention, oder um Seiten, die bereits aus dem Index geflogen sind, wieder in den Index neu hineinzubringen.
05. August 2008
Was man häufig nur bei selbstgeschriebener Software sieht, scheint nun auch bei Google Analytics aufzutauchen. Die Rede ist von sogenannten Bugs, also Fehlern in der Anwendung. Man sieht also, dass das nicht nur passiert, wenn ein kleiner Hobbyprogrammierer ans Werk geht, sondern, dass das auch durchaus einem Großunternehmen wie Google passieren kann, bei dem eine Menge sehr gut ausgebildeter Leute arbeiten.So taucht zum Beispiel ziemlich häufig der Fehler auf, dass sich User nicht in Google Analytics einloggen können, weil in einer Redirect Loop feststecken. Das äußert sich dann so, dass eine Fehlermeldung im Browser angezeigt wird, welche besagt „… that the server is redirecting the request for this address in a way that will never complete”, dass der Server die Anfrage also auf eine Art weiterleitet, die nie abgeschlossen sein wird.
Ein weiter Fehler, der bereits vielen Usern aufgefallen ist, ist, dass eingeloggten Usern gemeldet wird, dass ihr tracking code nicht richtig installiert sei. Dies scheint allerdings ein Fehler zu sein, denn dieser ist richtig installiert, arbeitet bereits und liefert auch schon Daten. Diese Meldung ist also nicht nötig und somit ein Fehler im System.
Darüber hinaus wird auch noch häufig berichtet, dass Google Analytics die Stadt Informationen in der sogenannten Map Übersicht bei eigenen Usern verdoppelt.
Natürlich handelt es sich bei den besagten Fehlern um Kleinigkeiten, die den Ablauf des Ganzen nicht in großem Ausmaße stören. Dennoch zeigen diese Beispiele schön, dass sich auch der Riese irren kann und Fehler macht.
04. August 2008
Erst kürzlich wurde wieder ein Schritt in dahin unternommen, die Suchmaschine Yahoo! zu verbessern. So ist das Ziel dieser Neuerung, dass aktuelle Nachrichten in die Suchmaschinenergebnisseite miteinbezogen werden. Darüber hinaus werden nur solche Ergebnisse mit Nachrichten versehen, wo durch die Implementierung der Nachrichten ein Mehrwert für den User bzw. den Suchenden entsteht.Wo diese Nachrichten dann angezeigt werden (also die Positionierung dieser) hängt dabei davon ab, wie hoch die Relevanz zur Einblendung einer Nachricht in der Suchanfrage ist. Gibt man zum Beispiel Steven Spielberg als Suchbegriff ein, dann wird dieser Suchbegriff als nicht so relevant für News eingestuft, weshalb dann auch keine an den ersten Rängen kommen.
Anders verhält sich das Ganze wenn man eine Suchanfrage stellt, die gerade auch in den Nachrichten ständig zu hören ist. Gibt man also zum Beispiel Radovan Karadzic ein, so kommen an der ersten Stelle sofort Nachrichteneinschaltungen (beispielsweise die Überstellung in das Kriegsverbrechertribunal in den Haag).
Für die deutsche Version von Yahoo! gibt es dieses Feature allerdings noch nicht. Dennoch werden für den Suchbegriff Radovan Karadzic auch bei der deutschen Ausgabe brandaktuelle Artikel an den obersten Rängen geliefert. So werden diese Nachrichten, die von diversen deutschen Zeitungen kommen (wie zum Beispiel vom Spiegel oder dem Stern) noch vor dem Wikipedia Eintrag gelistet.
Diese Neuerung ist also sicherlich für User von Relevanz. In dieser Hinsicht scheint sich Yahoo! auch immer mehr von seinem größten Konkurrenten Google abzuheben, dessen Nachrichtendienste alles andere als gut funktionieren und deshalb auch schon oft kritisiert worden sind.
04. August 2008
Suchmaschinenoptimierung umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen welche dazu dienen, dass die optimierte Seite bei den Suchmaschinen bessere Platzierungen erlangen. Anhand der Vielzahl an Maßnahmen, gibt es auch viele Wege diese zu unterteilen. Eine Unterteilungsform, die man in letzter Zeit immer öfters hört, ist die in Whitehat SEO und Blackhat SEO. Wie man sich vielleicht schon aus den Namen selbst ableiten kann beinhaltet Blackhat SEO die Maßnahmen, welche laut der Suchmaschinen als unlauter gelten. Hier eine kleine Aufstellung von Balckhat SEO Methoden:Da gibt es zunächst einmal das sogenannte Google blowing (der Name Google blowing heißt aber nicht, dass sich diese Methode nur bei Google anwenden lässt). Beim Google Blowing wird eine Linkfarm, bestehend aus vielen Websites, erstellt, welche dann alle auf die eigentlich zu optimierende Seite linken und diese somit pushen. Diese Vorgehensweise wird von Google mit einer Sperrung aus dem Index geahndet.
Eine weitere sehr fiese Vorgehensweise setzt bei der Ausschaltung vom Konkurrenten an. Sie nennt sich Tattling und hierbei werden Google bezahlte Links vom Konkurrenten gemeldet. Hat dieser keine bezahlten Links, so werden einfach selbst welche gekauft, die dann auf die Seite des Konkurrenten linken sollen.
Wieder beim Konkurrenten setzt die Copyright Anklage an. Hier meldet man der Suchmaschine einen Verstoß gegen das Copyright. Ob diese Vorwürfe stimmen oder nicht, der Konkurrent wird automatisch 10 Tage aus dem Index genommen, um in dieser Zeit die Vorwürfe auf deren Richtigkeit hin überprüfen zu können.
Die nächsten beiden Methoden sind sehr nahe mit einander verwandt, gleichen sich aber dennoch nicht ganz. Die Rede ist von Search Fraud (also Suchbetrug) und Click Fraud (Klickbetrug). Beim Search Fraud wird ein für die Seite des Konkurrenten relevantes Keyword so oft in die Suchmaschine eingegeben, bis dessen Tagesbudget aufgebraucht ist. Click Fraud hingegen ist das gezielte Klicken einer Google AdSense Anzeige, sodass der Anschein eines Klickbetrugs entsteht.
Auf solche Methoden sollte man sich allerdings keinesfalls einlassen, denn wenn einem die Suchmaschine auf die Schliche kommt, muss man ebenfalls mit negativen Konsequenzen rechnen.
03. August 2008
Seit Kurzem ist eine neue Suchmaschine im Internet. Der Name dieser Suchmaschine ist Cuil und hat laut der Daten von TechCrunch 120 Milliarden Websites in seinem Index. Für den Start einer neuen Suchmaschine ist dies eine beträchtliche Zahl, die Cuil gleich in die Profiliga hochschießt.Diese neue Suchmaschine geht dabei nicht wie Google vor, sondern hat sich etwas anderes einfallen lassen, um zu relevanten Ergebnissen zu kommen. Es werden nicht die Backlinks einer Seite analysiert, sondern der Inhalt einer Seite wird genauer unter die Lupe genommen und dann in Bezug zu der vom User gestellten Suchanfrage gebracht. Die Linkpopularität ist hierbei nicht so entscheidend, weil die Qualität einer Seite nicht über ihre Backlinks ermittelt werden kann, sondern eben auf die Güte des Inhalts.
Die Suchmaschinenergebnisseite sieht zudem ebenfalls anders aus, als man dies von den konventionellen Suchmaschinen gewohnt ist. Die Ergebnisse werden wie eine Art Magazin ausgegeben, wo sogar längere Textauszüge der Seite zu lesen sind. Häufig werden diese Textpassagen mit Bildern illustriert. Darüber hinaus werden die Ergebnisse – vor allem bei sehr breiten Suchanfragen – in Kategorien zusammengefasst und es werden gleichzeitig auch alternative Vorschläge gemacht.
Vor allem Datenschützer dürfte es freuen, dass Cuil auf die Speicherung von Nutzerdaten ganz verzichtet (Google speichert die IP zum Beispiel 18 Monate lang).
Die Suchmaschine steckt allerdings noch in ihren Kinderschuhen. Experten verheißen der Suchmaschine allerdings unter Umständen eine große Zukunft. Cuil wird bereits mit „Google Killer” betitelt. Das ist vielleicht noch etwas zu hoch gegriffen. Allerdings sind sich Experten darüber einig, dass Cuil bei seinem Start schon besser sei, als die meisten anderen Suchmaschinen dies bei ihrem Start gewesen sind.
Vielleicht noch interessant zu erwähnen ist, dass die Entwickler von Cuil fast alle ehemalige IBM und Google Mitarbeiter sind. Vor allem aus diesem Grund kann man auf eine große Zukunft der Suchmaschine hoffen, da die Ex-Mitarbeiter von Google sicherlich einiges an Know-How mitbringen und eventuell auch wissen, wo die Schwächen bei Google liegen und wie diese ausgebessert werden können.
01. August 2008
Google ist wohl unumstritten eine der Suchmaschinen mit den besten Suchergebnissen. Das hat wohl auch damit zu tun, dass der Google Index mittlerweile über eine unglaubliche Zahl von 1.000.000.000.000 – also 1 Billionen oder auch anders ausgedrückt eine 1 mit zwölf Nullen – Seiten in seinem Index verfügt. Diese Seiten werden innerhalt von Bruchteilen einer Sekunde auf Relevanz hinsichtlich eines Suchbegriffes durchsucht.Wie kommt es allerdings dazu, dass Google so viele Seiten in seinem Index hat? Eigentlich lässt sich das ganz einfach erklären: Google geht nämlich so vor, dass der Bot auf einige bekannte Seiten geschickt wird, um diese zu durchsuchen. Dabei wird dem Bot die Anweisung mit auf den Weg gegeben, dass er alle Links, die auf einer Seite stehen, verfolgen soll. Auf die Seiten, auf die er anhand der Links gelangt, geht das Spiel wieder von Vorne los und alle Links, die wieder auf dieser Seite stehen, werden verfolgt. So breitet sich der Bot – ähnlich einem Virus – exponentiell über das Internet aus und kommt zu so einer Vielzahl an verschiedenen unique Seiten. Unique deshalb, da es zahllose Seiten gibt, die zwar eine andere Domain haben, aber den exakt gleichen Inhalt haben, wie eine andere Seite. Laut Nissan Hajaj und Jesse Alpert kommen täglich ein paar Milliarden solcher Seiten, die im Grunde genommen nur Duplikate sind, im Internet hinzu. Der Bot von Google durchsucht diese Seiten zwar auch, nimmt die meisten von ihnen allerdings nicht in seinen Index auf.
Man muss aber auch dazu sagen, dass laut der Meinung vieler Experten die von Google indexierten Seiten nur einen Bruchteil vom eigentlichen Internet darstellen. So vermuten diese Experten, dass Google nur circa 10 – 25 Prozent (die Meinungen gehen hierbei weit auseinander) des gesamten Internets repräsentiert. Diese Seiten, die von den Suchmaschinen nicht im Index aufgenommen worden sind, bilden einen Teil des sogenannten Deep Webs.
Abschließend noch ein kleiner Blick in die Vergangenheit: Im Jahre 1998 hatte Google gerade einmal 26.000.000 Seiten in seinem Index. Im Jahr 2000 allerdings schon eine Milliarde. Man sieht also wie schnell sich das Internet vergrößert und es dürfte auch klar sein, dass es deshalb immer unumgänglicher wird eigene Maßnahmen (Stichwort Suchmaschinenoptimierung) zu setzen, um nicht in den unendlichen Weiten des Internets verloren zu gehen, oder schlimmer noch, gar nicht erst auffindbar zu sein.
01. August 2008
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