Monatsarchiv für Juni, 2008

Das Ende der Suchmaschinenoptimierung?

Immer häufiger hört man, dass in Zukunft die großen Suchmaschinen wie Google, Yahoo etc. verstärkt auf den sozialen Aspekt Wert legen werden. Das bedeutet, dass das Benutzerverhalten auf die Suchmaschinenergebnisse Einfluss nehmen wird. Der User selbst wird somit durch die Beurteilung von Relevanz bzw. Wichtigkeit  einer Site die Platzierung einer Seite bestimmen. Das hat dann zur Folge, dass es schwerer werden wird, die Ergebnisse in eine gewünschte Richtung zu beeinflussen. Dieses Thema wird in den Fachkreisen heiß diskutiert und die Meinungen gehen dabei weit auseinander. Die Einen sehen hier den Untergang der Suchmaschinenoptimierung, die Anderen hingegen sehen darin große Chancen. Hier möchte ich einige Argumente anführen, warum die Suchmaschinenoptimierung noch lange nicht am Ende ist und in Zukunft noch an Wichtigkeit gewinnen wird.Die derzeitige Suchmaschinenoptimierung beschränkt sich meist auf On-site und Off-site Optimierung in Bezug auf Suchmaschinenfreundlichkeit, also darauf, was eine Suchmaschine als relevant ansieht und wie man unter Berücksichtigung dieser Kriterien ein besseres Ergebnis in den Suchmaschinen erreichen kann.

Der Trend, dass in Zukunft der User selbst viel mehr Einfluss auf das Ranking einer Seite nehmen wird, hat aber nicht logischerweise zur Folge, dass der Optimierer keine Möglichkeiten mehr hat. Die einzige Konsequenz, die sich daraus ergibt, ist die, dass die Tätigkeit des Suchmaschinenoptimierers um einen Aspekt erweitert wird: es muss nun in Zukunft nicht mehr nur darauf geachtet werden, was die Suchmaschinen sehen „wollen” und worauf diese Wert legen, sondern es muss zugleich auch auf die Bedürfnisse der User verstärkt eingegangen werden. Sprich der Suchmaschinenoptimierer muss einen Konsens zwischen Suchmaschinenfreundlichkeit und Nutzerfreundlichkeit finden. Hierbei liegt auch die große Chance. Mit der bisherigen Optimierung wurde fast ausschließlich auf Suchmaschinenfreundlichkeit Wert gelegt und auf den User wurde dabei vergessen. Das konnte oft zur Folge haben, dass eine Seite für relevante Keywords zwar gut platziert ist, sie aber aus Usersicht schlecht war und somit viele potentielle Kunden die Seite wieder verlassen haben. „Muss” in Zukunft also auch auf den User mehr Acht gegeben werden, kann dies sogar eine Steigerung des Umsatzes zur Folge haben.

jetzt kommentieren? 02. Juni 2008

Artikelverzeichnisse – Fluch oder Segen?

Neben normalen Linkverzeichnissen gewinnen Artikelverzeichnisse immer mehr an Beliebtheit. Die Vorteile liegen auf der Hand: bei Linkverzeichnissen gibt es einen kurzen Linktext und eine ebenfalls kurze Linkbeschreibung. Bei Artikelverzeichnissen kann der Webmaster einen ganzen Artikel verfassen (daher auch der Name Artikelverzeichnis) und dabei einzelne Wörter (meist zwei bis drei, abhängig vom jeweiligen Artikelverzeichnis) auf seine Seite verlinken.Der von vielen als hochwertig bezeichnete Link hat aber auch einen Nachteil: jeder Artikel muss einzigartig sein, das heißt, für jedes Verzeichnis muss ein neuer Artikel erstellt werden, da er vor der Onlinestellung geprüft wird. Das bedeutet einen hohen Zeitaufwand beim Linkbuilding.

Artikelverzeichnisse sind in der Regel kostenlos, da auch der Betreiber des Verzeichnisses einen Nutzen daraus zieht. Die verfassten Artikel sind meist spezifisch und haben eine gewisse Qualität, weshalb diese oft in den Suchergebnissen gelistet sind. Dies zieht dann qualitativ hochwertige User auf die Seite, welche dann meist neben dem eigentlichen Artikel auch Werbebanner und AdSense-Anzeigen vorfinden.

Beim Aufbau der Linkpopularität mittels Artikelverzeichnissen wird auch nicht direkt gegen die „Google-Regeln” verstoßen, denn es wurde kein Link getauscht und auch kein Link gekauft.

Den Vorstellungen Googles von ausschließlich organischen Links entspricht diese Praktik dennoch nicht ganz, weshalb auch davon ausgegangen werden kann, dass Google Artikelverzeichnisse nicht für besonders gut heißt. 

Der Verfasser des Artikels braucht aber wohl eher keine direkten negativen Konsequenzen von Google zu erwarten. Eine Abwertung oder eine Abstrafung muss wenn dann nur der Betreiber des Artikelverzeichnisses befürchten, was sich dann allerdings auch indirekt negativ auf den Verfasser des Artikels auswirkt: fällt das Ranking der Seite, auf der sein Artikel steht, fällt auch das Ranking der Links auf die eigene Seite.

Man sollte sich deshalb nicht ausschließlich auf Artikelverzeichnisse beim Linkbuilding beschränken.

jetzt kommentieren? 01. Juni 2008

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