Tagesarchiv für den 22. Juni 2008

Linkstealth bei Google

Die Suchmaschine Google hat in letzter Zeit immer wieder neue Richtlinien herausgebracht, die alle in eine Richtung wiesen: Google machte immer deutlicher klar, dass die Suchmaschine etwas gegen getauschte, oder verkaufte Links hat, bzw., dass alle Arten von Links, die nicht natürlich gesetzt worden sind (also als wirklich Empfehlung), „böse” sind.Linkstealth ist nun eine Technik mit der man Links vor der Suchmaschine tarnen kann.

Wofür werden solche getarnten Links eingesetzt? Klarerweise nicht, um die natürliche (also die von Google gewünschte) Verlinkung zu tarnen.

Linkstealth soll beim reziproken Linktausch verhindern, dass Google erkennt, dass es sich um einen solchen handelt. Stellt man das ganze richtig an, hat man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen erkennt die Suchmaschine die unlautere Methode nicht, zum anderen profitieren beide Parteien von einem qualitativ hochwertigen Link (da reziproke Links generell eher abgewertet werden, bzw. sich an Wert aufheben).

Die Methode ist ganz einfach und man könnte sie als trianguläre Verlinkung bezeichnen. Hat ein Webmaster zwei Domains, kann er im Zuge eines Linktausches von seiner Seite „A” einen Link zur Seite des Partners setzen. Der Partner linkt nun nicht wieder auf die Seite „A” zurück (dann wäre der Linktausch wieder reziprok), sondern er linkt auf die zweite Seite des Webmasters Seite „B” zurück. Seite „B” muss dann klarerweise die Seite sein, die man versucht zu optimieren.

Eine weitere Methode, die allerdings schon stark grenzgängig ist (und die Grenze eventuell auch schon überschreitet) ist die Nutzung eines sogenannten Link-hubs. Hier wird eine spamfreie Seite ins Internet gestellt, die nun mit Links aus vielen verschiedenen Blogs und der gleichen versorgt wird. Man versucht den PageRank der Seite so hoch wie möglich zu treiben, um von dieser dann auf die eigentlich zu optimierenden Seiten zu linken, oder man nützt diese Seite dann als vorher beschriebene Seite „A”, um wieder auf Linkpartnerschaften-Fang zu gehen.

Es versteht sich von selbst, dass sich dieser Beitrag als Information und nicht als Anregung zur Nachmachung versteht.  

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Kooperation zwischen Yahoo! und Netlog

Auf Netlog, einer Online-Plattform, können User miteinander kommunizieren und ihren Bekanntschaftskreis erweitern und pflegen. Auf der Seite kann man sich mit Freunden unterhalten, Leute kennenlernen, Videos und Fotos austauschen, Gruppen beitreten etc.Netlog erreicht allein in Deutschland jedes Monat 1,3 Millionen Unique User, welche im Schnitt 177 Minuten auf den Seiten von Netlog verweilen und hat darüber hinaus monatlich 676 Millionen Page Views. Yahoo! und Netlog vereinbarten nun eine mehrjährige Zusammenarbeit, welche vor allem für Werbetreibende interessant sein dürfte. Denn aus den oben genannten Zahlen geht hervor, dass über eine kombinierte Werbebuchung auf Yahoo! und Netlog über einem Drittel der deutschen Internetuser erreicht.

Täglich greifen 30 Millionen Menschen in 19 verschiedenen Sprachen auf Netlog zu. Darüber hinaus erhielt das Online-Portal im Jahr 2007 den Red Herring Europe 100 Award und wurde im Rahmen des Awards zur besten Community-Website des Jahres in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und Italien gekührt. 

Für Yahoo! ist vor allem die große Weitreiche von Netlog ein entscheidender Grund für die Kooperation gewesen. Das Zielpublikum von Netlog befinde sich in den aller meisten Fällen zwischen 15 und 24 Jahren, was für Werbetreibende die diese Zielgruppe haben garantiere, dass sie auch diese erreiche und so wenig wie möglich Streuverlust haben. Somit werden auch das Branding und die Performance erheblich verbessert werden können.

Für den Werbeerlös auf User Generated Content Seiten und Social Communities wird eine starke Steigerung von 1,6 Mrd. Dollar im Jahre 2007 auf 8,2 Mrd. Dollar bis zum Jahre 2011 prophezeit.

Darüber hinaus sind sich die Pressesprecher beider Unternehmen darüber einig, dass die Zusammenarbeit eine optimale Ergänzung des jeweils anderen mit sich bringe und somit auch der Werbetreibende seine Vorteile daraus ziehen könne.

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Neues vom Google-Algorithmus

Ein Interview mit dem Forschungsleiter von Google (Peter Novrig) gibt neue Einblicke in die Funktionsweise des Google-Algorithmus. So besteht das Ranking bei einer Suche mit Google aus zwei Phasen.Die erste Phase bezeichnet Novrig als die „Offline-Phase”. Hier werden vom Googlebot indizierte Seiten analysiert und anschließend – auf der Analyse basierend – 200 Signale herausgerechnet. Als solche Signale bezeichnet er beispielsweise den allseits bekannten Google PageRank, oder die Linkstruktur einer Seite. Diese Berechnungen und Analysen sind sehr zeit- und rechenaufwändig betont er.

Die zweite Phase des sogenannten Ranking-Algorithmus ist die „Online-Phase”. Diese Phase kommt erst zu Einsatz, wenn ein Google-Suchender einen Suchbegriff bei der Suchmaschine eingibt. Für das Keyword erstellt Google zunächst eine Liste mit allen Dokumenten, die das gesuchte Wort beinhalten. Die gesamten Dokumente werden dann anhand eines eigens konzipierten, schnellen Algorithmus mittels der extrahierten Signale aus der Offline-Phase geranked.

Spannend ist, dass die nötigen Optimierungen der Online-Phase nach wie vor von menschlicher Hand durchgeführt werden. Spannend deswegen, weil sich eigentlich gerade hier ein technischer, lernender Algorithmus anbieten würde. Novrig betonte, dass Google sehr wohl über solche maschinellen Algorithmen verfüge, die teilweise sogar bessere Ergebnisse bringen, als der Mensch. Das große Manko des Algorithmus sei allerdings, dass er nur mit im Training vorgekommen Situationen fertig wäre. Eine unerwartete Suchanfrage, die er im Training nicht durchgemacht hat, hätte demzufolge fatale Auswirkungen.

Interessant ist auch, dass Google eine riesige Anzahl an Daten vom User speichert. Vor allem, wie der User mit den Suchmaschinenergebnissen umgeht, ob er sie beispielsweise klickt, oder nicht. Darüber wurde schon lange spekuliert und ist somit auch nichts Neues. Neu dürfte den meisten allerdings die Tatsache sein, dass diese gespeicherten Daten (noch?) keinen Einfluss auf die Positionierung einer Seite haben. Für solche Bewertungen hat Google immer noch ein eigenes Team von Ratern engagiert, die sich mit diesen Dingen befassen.

Der Grund liegt darin, dass bei einem Versuch, das Userverhalten mit in das Ranking einfließen zu lassen, keine großen Veränderungen mit sich brachte. Das liegt wahrscheinlich darin, dass User von Vorn herein eher auf die ersten Ergebnisse klicken, unabhängig davon, ob deren Qualität nun gut ist, oder nicht. So haben Seiten, die weiter hinten in den Suchmaschinenergebnissen gelistet sind, weniger Chancen ein positives Ranking zu bekommen, auch wenn deren Inhalt vielleicht sogar besser ist, als der Inhalt der Webseite auf Platz Eins.

Da liegt dann auch der Vorteil der Google-Ranker. Sie bewerten die einzelnen Seiten unabhängig von deren Platzierung, was somit eine objektivere Bewertung mit sich bring. Die daraus gewonnen Daten fließen dann wieder in den neuen Algorithmus mit ein.

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Google mit eigener Fernsehsendung auf dem österreichischen Privatsender Puls 4

Der Geschäftsführer von Puls 4, Markus Breitenecker, ist seit Start des neuen Fernsehsenders darum bemüht gratis Fernsehen mit Web 2.0 zu verbinden. Seit 26. Mai 2008 läuft nun auf dem besagten Sender täglich um 19:40 die Sendung „Puls 4 – Google Trends”. In der Sendung werden die täglichen Such-Trends der Österreicher präsentiert. So werden jeden Tag die Top Fünf Ranking-Bereiche der gegoogelten Suchwörter zusammengestellt und in relevante, ansprechende Beiträge verpackt.Der Moderator, Norbert Oberhauser, beleuchtet so jeden Bereich und dessen Hintergründe mit ausführlichen Informationen. Dazu werden auch Studiogäste geladen und um ihre Ansichten und Meinungen befragt. 

Das Sendeteam besteht aus 20 Personen, welche von Google Österreich täglich die Suchtrend-Themen der Österreicher erhält. Die Rankings setzen sich aus den am meisten gesuchten Keywords zusammen bzw. aus den Top-Aufsteigern des Tages.

Ein solches Tv-Format ist in diesem Sinne eine Neuheit. Denn zum ersten Mal bestimmt hier der User den Inhalt des Tv-Programmes und nicht die Redaktion. Der Unternehmenssprecher Googles für Nord- und Zentraleuropa zeigt sich begeistert über diese neue Tv-Sendung und unterstreicht dessen weltweite Einzigartigkeit.

Neben den Top Fünf Rankings des Tages werden auch ernste, skurrile und auch witzige Geschichten über Google eröffnet. So wurde in einem Beitrag beispielsweise erwähnt, dass Internetuser bereits 786 Schreibweisen ausprobiert haben, um nach „Britney Spears” zu suchen.

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Google preisgekrönt

Für die Einleitung einer gigantischen kulturellen Revolution wurde die Suchmaschine Google nun auch ausgezeichnet. In der Sparte „Kommunikation und Humanwissenschaften” erhielt Google die spanische Ausgabe des Nobelpreises: den Prinz-von-Asturien-Preis von Oviedo. Die Jury des Preises lobte, dass es mit Google möglich sei, dass Millionen von Menschen ohne wirtschaftliche, sprachliche oder ideologische Barrieren in Sekunden zahllose Informationen beziehen können.Der Prinz-von-Asturien-Preis wurde erstmals 1981 im Fürstentum von Asturien vergeben und seither werden jährlich Einzelpersonen, Institutionen oder Gruppen aus der ganzen Welt in acht verschiedenen Kategorien ausgezeichnet: Kunst, Literatur, Forschung, Sport, Sozialwissenschaften, Geisteswissenschaften, Eintracht und internationale Zusammenarbeit.

Der Preis selbst ist mit 50.000 Euro pro Kategorie dotiert. Die Preise werden im Herbst im Rahmen einer feierlichen Zeremonie vom spanischen Thronfolger Filipe (dem Prinzen von Asturien) in Oviedo (der Hauptstadt des Fürstentums) verliehen.

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